Der JPX Jet Protector – Funktion, Handhabung, Gesetz

  • Art: Pfefferspray Pistole

  • Verfügbar für:
  • Reizstoff: 10% Oleoresin Capsicum

  • Effektiver Schärfegrad: 400.000 Scoville

  • Füllmenge: 10g pro Ladung

  • Maximale Reichweite: 7m

  • Gewicht: ca. 360g inkl. vollem Magazin

  • Abmessungen: ca. 19 x 9 x 3,7cm

  • Farbstoff zur Täteridentifizierung: rot

JPX Jet Protector

Der JPX Jet Protector des Schweizer Herstellers Piexon gehört mit zu den stärksten und effektivsten legalen Pfefferspray Pistolen die derzeit in Deutschland erhältlich sind. Die Reizstoffladungen sind hier in einem austauschbaren Magazin untergebracht und werden durch pyrotechnische Ladungen auf eine Geschwindigkeit von bis zu 180 m/s beschleunigt. Umgerechnet bedeutet das, dass der JPX Jet Protector in der Lage ist, einen hochwirksamen OC-Strahl mit einer Geschwindigkeit von bis zu 650 km/h abzugeben, wodurch eine enorme „Durchschlagskraft“ erreicht wird, und damit auch Sturmhauben oder Skimasken durchdrungen werden können.

Produktempfehlung

Piexon JPX Jet Protector mit 2-Schuss Magazin

Preis: € 209,00
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Preise werden regelmäßig aktualisiert. Wir weisen jedoch darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ein weiterer Vorteil der stark gebündelt und mit hoher Geschwindigkeit abgegebenen Reizstoffladungen kann darin gesehen werden, dass der Pfefferspray-Strahl äußerst Windstabil ist, wodurch eine Selbstkontamination nahezu ausgeschlossen ist. Auch in Bezug auf die Reichweite ergeben sich enorme Vorteile – selbst auf eine Distanz von 7m entfaltet der Hochgeschwindigkeitssprühstrahl noch eine massive Wirkung.

Dadurch können potentielle Angreifer auch auf Distanz effektiv abgewehrt, und gefährliche Nahkampfsituationen idealerweise vermieden werden. Wie auch andere Pfeffersprays ist der JPX Jet Protector in Deutschland als Tierabwehrspray gekennzeichnet und darf damit prinzipiell völlig legal erworben, besessen und natürlich auch geführt werden. Eine Einschränkung gibt es jedoch in Bezug auf die Ausstattung – die Variante Jet Protector JPX mit Laser ist in Deutschland nicht erlaubt und wird in der Regel auch nicht nach Deutschland versendet. Details dazu und entsprechende BKA Bescheide findet ihr in unseren Informationen zur rechtlichen Einordnung des JPX Jet Protector.

Handhabung und Anwendung des JPX Jet Protector

Wie bereits erwähnt und auch unseren Informationen zu den Reizstoffladungen zu entnehmen, handelt es sich bei JPX Jet Protector um eine besonders effektive Pfefferspray Pistole, welche beispielsweise im Gegensatz zum Guardian Angel II auch von ihrem Erscheinungsbild einer Pistole recht ähnlich ist. Daraus resultiert natürlich auch ein entscheidender Vorteil in Bezug auf die Handhabung und Zielsicherheit. Während es mit herkömmlichem Pfefferspray auf Grund dessen Form oftmals nicht ganz leicht ist zielsicher zu treffen, stellt dies beim JPX Jet Protector für die meisten eine weniger große Herausforderung dar. Im Rahmen eines von uns durchgeführten Tests wurde der Jet Protector JPX auch von unerfahrenen Personen getestet – das Ergebnis fiel dabei im Vergleich zur Treffsicherheit mit klassischen Pfeffersprays klar zugunsten des Jet Protectors aus.

Schnelles intuitives Zielen

Die Zielerfassung erfolgt bei der hier vorgestellten Variante über eine Kimme und Korn Visierung. Alternativ ist der JPX Jet Protector auch mit einer integrierten Laser-Zielhilfe erhältlich oder kann entsprechend nachgerüstet werden. Die ergonomische Gestaltung des Pistolengriffs unterstützt dabei nicht nur die Zielsicherheit, sondern macht es auch schlichtweg unmöglich den Piexon JPX verkehrt in die Hand zu nehmen, wie es bei klassischen Abwehrsprays in Dosenform, insbesondere in Ausnahmesituationen und unter Stress theoretisch vorkommen kann. Dies minimiert nicht nur das Risiko sich selbst zu verletzen, sondern kann im Ernstfall auch einen entscheidenden zeitlichen Vorteil darstellen. Der Griff ist dabei zudem so gestaltet, dass er sowohl von Personen mit kleineren als auch mit größeren Händen gut umfasst werden kann und damit ein bestmögliches Handling erlaubt.

Effektiv, aber auch handlich?

Beim Ansehen verschiedener Produktfotos dieser Pfefferspray-Pistole ansieht, könnte man unter Umständen den Eindruck gewinnen, dass der Jet Protector JPX in Bezug auf dessen Abmessungen doch etwas groß ist, und sich damit zwar beispielsweise für das Bereithalten in den eignen vier Wänden oder auch im Auto eignet, aber als täglicher Begleiter doch etwas zu groß ausfällt. Das war auch unsere erste Vermutung, bis wir die Pfefferpistole zur Durchführung verschiedener Tests selbst in Händen hielten. Die Überraschung war groß: der Piexon JPX Jet Protector fällt entgegen unserer Erwartungen keinesfalls überproportioniert aus, und passt mit Abmessungen von 19 x 9 x 3,7 cm problemlos in die Jackentasche oder Handtasche und ist damit jedenfalls alltagstauglich. Besonders gut ersichtlich ist dies auch, wie der folgenden Abbildung zu entnehmen, im Größenvergleich zu einer herkömmlichen 90ml Pfefferspraydose.

Griffstück und Abzugsystem

Der JPX Protector besteht prinzipiell aus zwei Komponenten: dem Griffstück, in welches das Abzugssystem integriert ist, und dem austauschbaren Magazin mit 2 Reizstoffladungen. Das Griffstück ist aus verstärktem Polymer-Kunststoff hergestellt und hinterlässt nicht nur einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck, sondern bedarf auch keiner speziellen Pflege – Piexon gewährt auf den Jet Protector übrigens 2 Jahre Garantie! Den Informationen verschiedener Händler zufolge beträgt das Gewicht des Griffstückes 250g und das des Magazins 120g. Wir haben das ganze nochmals nachgewogen und konnten bei beiden Teilen sogar noch ein etwas niedrigeres Gewicht feststellen und kamen auf ein Gesamtgewicht von 360g für den gesamten JPX Jet Protector samt vollem Magazin (Variante ohne Laser). Um den Jet Protector einsatzbereit zu machen muss lediglich das Magazin mit den zwei Reizstoffladungen über die Führungsschienen auf das Griffstück geschoben werden bis dieses durch einen deutlich hörbaren Klick einrastet. Dieser Vorgang ist sehr leichtgängig und ein falsches Aufsetzen ist auf Grund der erwähnten Führungsschienen und dem Fixierungsmechanismus ausgeschlossen.

Nach einem Sicherungshebel wie bei Pistolen üblich sucht man hier jedoch vergeblich, sobald das Magazin aufgesetzt ist, ist diese Pfefferpistole auch „scharf“ und kann unmittelbar eingesetzt werden. Dies stellt unserer Ansicht nach jedoch kein wirkliches Sicherheitsrisiko dar, da das Abzugsgewicht des Double Action Abzugs relativ hoch ist und damit ein versehentliches Auslösen auch in der Handtasche oder Jackentasche nahezu ausgeschlossen ist.

Diese Art des Abzuges macht es auch möglich, dass der Jet Protector JPX im Ernstfall sofort einsetzbar ist. Ein vorheriges Spannen oder sonstige Ladebewegung sind nicht notwendig und die zwei Reizstoffladungen können unmittelbar hintereinander abgegeben werden. Auch der Wechsel des Magazins selbst kann blitzschnell durchgeführt werden. Hierfür muss lediglich der beidseitig bedienbare Entriegelungshebel nach unten gedrückt werden und schon kann das leere Magazin abgenommen, und durch ein neues ersetzt werden. Dieser beidseitige Entriegelungshebel in Kombination mit dem gesamten Design des JPX Jet Protector erlaubt übrigens eine gleichgestellte Handhabung von Rechtshändern und Linkshändern!

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JPX Jet Protector Zubehör

Wie bereits erwähnt findet der JPX Jet Protector prinzipiell problemlos in nahezu jeder Handtasche oder Jackentasche Platz und ist damit jedenfalls ein alltagstaugliches Abwehrgerät, welches verdeckt und damit völlig unauffällig mitgeführt werden kann. Zudem ist für den JPX auch zahlreiches optionales Zubehör erhältlich, welches je nach Anwendungsbereich durchaus sinnvoll sein kann. Insbesondere bei Sicherheitsdiensten kommen hier regelmäßig verschiedene Holster und auch taktische Holster welche am Oberschenkel getragen werden zur Anwendung. Zudem werden passende Fangriemen, Gürteltaschen oder Magazintaschen angeboten.

Die Picatinny Schiene am Griffstück ermöglicht es, wie auch folgenden Abbildungen zu entnehmen, taktische Leuchten wie beispielsweise das JPX TacLight mit Strobofunktion oder auch eine externe Laserzielhilfe anzubringen – jedoch Vorsicht: derartiges Zubehör oder dessen Anbringung ist in Deutschland und teilweise auch in der Schweiz (Laser) verboten. Weitere Informationen dazu, findet ihr auch in den folgenden Hinweisen zur rechtlichen Einordnung des Piexon JPX Jet Protector.

Reizstoff und Funktionsweise

Bevor auf die genaue Funktionsweise des Piexon JPX Jet Protector eingegangen werden soll, wollen wir uns zunächst mit dem in dieser Pfefferspray Pistole zum Einsatz kommenden Reizstoff und Wirkstoff (Oleoresin Capsicum/OC) etwas genauer auseinandersetzen. Wie vielen sicherlich bewusst ist, werden von Pfefferspray-Herstellern oftmals verschiedenste Werte und Zahlen angegeben, welche signalisieren sollen, dass der verwendete Reizstoff besonders stark ist. Was diese Zahlen im Endeffekt jedoch wirklich bedeuten ist vielen nicht bewusst. Es kann jedoch vorweggenommen werden, dass Piexon in Bezug auf die verschiedenen möglichen Werte im Vergleich zu manch anderem Hersteller sehr transparent ist und, wie auch folgender Abbildung zu entnehmen, den OC-Prozentsatz des Reizstoffes und dessen Scoville Wert als auch den MC-Wert (Major/Total Capsaicinoide) angibt.

0%
Oleoresin Capsicum
0 Millionen
Scoville (SHU)

Piexon bezeichnet den verwendeten Wirkstoff als „Piexol“ und dieser enthält den vorangegangenen Angaben zufolge 10% Oleoresin Capsicum mit 4 Millionen Scoville (Scoville Heat Units/SHU), welcher auch bei anderen Produkten dieses Herstellers, wie beispielsweise dem Guardian Angel II oder dem neuen JPX 4, zum Einsatz kommt.

Was bedeutet das in der Praxis?

Prinzipiell kann gesagt werden, dass die Stärke und die damit verbundene Wirkung von Pfefferspray vom Verhältnis der Menge des gesamten Reizstoffes im Verhältnis zum Anteil und dem Schärfegrad des Wirkstoffes (Oleoresin Capsicum) abhängt. Nachdem der im Jet Protector JPX verwendete Reizstoff 10% OC mit einem Schärfegrad von 4 Millionen Scoville enthält liegt der Schärfegrad bei beeindruckenden 400.000 Scoville. Im Vergleich dazu kommt der ebenfalls äußerst effektive Fox Labs Mean Green auf gerade mal 180.000 Scoville. Ob ein Angreifer hier überhaupt noch einen Unterschied bemerken würde sei natürlich dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass der Reizstoff des JPX äußerst potent ist, und in Kombination mit dem stark beschleunigten Reizstoffstrahl jeden Angreifer bei einem Treffer unmittelbar außer Gefecht setzt.

Das hochwirksame OC reizt dabei insbesondere die Augen und Atmungsorgane dermaßen, dass dieser auf Grund massiv eingeschränkter Sehkraft und starken Hustenanfällen in der Regel für mehrere Minuten komplett die Orientierung verliert. Zudem wurde dem Reizstoff ein roter Frabstoff beigemengt, welcher äußerst resistent ist und dadurch eine Täteridentifizierung nach einem möglichen Angriff erleichtert.

So funktioniert der JPX Jet Protector

Wie im Rahmen dieses Testberichts bereits erwähnt, machen nicht nur der hochwirksame Reizstoff mit einer Schärfe von 400.000 Scoville, sowie die besonders einfache Handhabung den Jet Protector zu einer der effektivsten nichtletalen Selbstverteidigungswaffen, sondern insbesondere auch die extrem hohe Geschwindigkeit des abgegebenen Reitstoffstrahls tragen erheblich dazu bei. Doch wie ist es überhaupt möglich einen Reizstoffstrahl auf bis zu 650 km/h zu beschleunigen und damit eine so massive Durchschlagskraft zu erzeugen, dass dieser auch Sturmmasken oder Skimasken durchschlägt. Dies wird durch eine von Piexon entwickelte und patentierte Technologie realisiert. Während bei herkömmlichen Pfeffersprays der Reizstoff in einer Dose permanent unter Druck gehalten wird, steht die OC-Lösung in den im Magazin verbauten Kartuschen zunächst noch nicht unter Druck.

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Der notwendige Druck um den Reizstoff mit der erwähnten massiven Geschwindigkeit aus der Kartusche zu pressen wird beim Jet Protector JPX im Gegensatz zu klassischen Abwehrsprays erst dann aufgebaut, wenn der Abzug betätigt wird. Das Funktionsprinzip entspricht dabei prinzipiell jenem einer richtigen Schusswaffe – durch betätigen des Double Action Abzugs werden die Zündstifte gespannt welche die pyrotechnischen Ladungen im Kaliber 14mm auslösen. Dadurch wird ein Kolben in der Kartusche nach vorne katapultiert, welcher damit die Reizstoffladungen unter massivem Druck aus den Düsen des Magazins presst. Wie auch folgender Abbildung zu entnehmen, welche die Zünder vor- und nachdem diese vom Schlagbolzen getroffen wurden zeigt, werden dabei Treibladungen des Munitionsherstellers RWS verwendet. Wichtiges Detail am Rande – der durch die Zündung verursachte Knall ist hier im Gegensatz zu Schreckschusswaffen oder scharfen Waffen äußerst leise, eine diesbezügliche Verwechslungsgefahr ist daher jedenfalls ausgeschlossen.

Die Überlegenheit dieser Art der Reizstoffabgabe beschränkt sich nicht nur auf die bereits erwähnte Effektivität durch einen massiv beschleunigten Pfefferstrahl, sondern bringt darüber hinaus noch weitere Vorteile mit sich:

  • ein bei klassischen Pfeffersprays theoretisch möglicher Druckverlust ist ausgeschlossen
  • kein regelmäßiges Schütteln der Reizstofflösung notwendig
  • vergleichsweise sehr hohe Reichweite bei maximaler Treffsicherheit
  • besonders windresistenter Reizstoffstrahl und dadurch minimiertes Risiko einer Selbstkontamination

Rechtliche Einordung des JPX2

Ist der JPX Jet Protector erlaubt oder nicht? Welche gesetzlichen Einschränkungen bestehen bezüglich der unterschiedlichen Varianten und optional erhältlichem Zubehör? Ab welchem Alter ist der Jet Protector erlaubt?

Diese und andere Fragen erreichen uns regelmäßig von Leuten die zwar Interesse am Jet Protector zur Selbstverteidigung haben, sich jedoch verständlicherweise nicht Strafbar machen wollen. Eines muss hierzu gleich vorweggenommen werden, die entsprechenden gesetzlichen Regelungen verschiedener Länder unterscheiden sich insbesondere in Bezug auf diese Pfefferpistole (und auch andere Modelle) oft erheblich. Bevor wir darauf jedoch näher eingehen wollen, soll zunächst der Frage nachgegangen werden ob der JPX Jet Protector in Deutschland legal ist oder nicht.

JPX Jet Protector in Deutschland

Der Erwerb, Besitz und auch das Führen des JPX Jet Protector ist in Deutschland prinzipiell erlaubt, wenn das entsprechende Modell als Tierabwehrgerät gekennzeichnet ist und auch der Bereithaltegrund per se in der Tierabwehr liegt. Einige Zeit bestanden jedoch gewisse Einschränkungen bezüglich der Variante sowie dem optional erhältlichen Zubehör. Der JPX Jet Protector ist in zwei unterschiedlichen „Versionen“ erhältlich – einerseits in der „Zivilen Ausführung“ mit offener Visierung und andererseits dem „Behördenmodell“ mit integriertem Laser. Das Modell mit Laser-Zielvorrichtung war in Deutschland lange Zeit verboten, ist mittlerweile jedoch erlaubt.

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Einschränkungen können jedoch betreffend optionalen Zielhilfen und Beleuchtungen bestehen. Die entsprechende Rechtsgrundlage findet sich im Waffengesetz Anlage 2 (1.2.4.1) und besagt, dass Vorrichtungen die das Ziel beleuchten oder markieren verboten sind. Demzufolge betrifft dieses Verbot nicht nur Laser-Zielvorrichtungen, sondern eben auch optional erhältliche, an dem Jet Protector montierbare Leuchten wie beispielsweise das JPX Tactical Light.

Bei Einhaltung der vorangegangenen Ausführungen unterliegt der JPX Jet Protector in Deutschland nicht dem Waffengesetz und darf daher auch von Personen unter 18 Jahren erworben, besessen und geführt werden. Weshalb bei einigen Händlern hier dennoch ein Mindestalter von 18 Jahren gefordert wird entzieht sich unserem Verständnis. Der folgende download- und ausdruckbare BKA-Feststellungsbescheid bestätigt, dass der JET Protector nicht dem Waffengesetz unterliegt und z.B. im Gegensatz zur Mace Pepper Gun auch keine Anscheinswaffe darstellt:

Keine Anscheinswaffe – was bedeutet das?

Unter einer Anscheinswaffe wird ein Gegenstand verstanden, welcher einer echten Schusswaffe in solchem Ausmaß ähnlich ist, dass dieser nicht mehr davon unterschieden werden kann. Eine Anscheinswaffe, worunter beispielsweise auch verschiedene Softairwaffen fallen ist zwar nicht generell verboten, jedoch aber deren Führen in der Öffentlichkeit. Nach Umsetzung der entsprechenden Ergänzung des Waffengesetzes im Jahr 2008 in § 42a WaffG wurde auch der Jet Protector JPX einer diesbezüglichen Prüfung durch das BKA unterzogen und entschieden, dass es sich dabei nicht um eine Anscheinswaffe handelt. Im entsprechenden Feststellungsbescheid wurde dazu ausgeführt, dass einerseits verschiedene Kriterien für eine derartige Klassifizierung nicht gegeben sind, sowie dass der JPX Jet Protector auf Grund seiner eigentümlichen Form nicht als Imitat einer Original-Schusswaffe angesehen werden kann. Es wird dabei als Beispiel auf die Ähnlichkeit von Gaswaffen zu echten Schusswaffen verwiesen.

Wir haben den JPX Jet Protector zur Veranschaulichung einer echten Schusswaffe (CZ75 SP-01) sowie einer Schreckschusswaffe (Bruni New 380) gegenübergestellt um diese markanten Unterschiede zu veranschaulichen:

Für Deutschland kann daher zusammenfassend festgehalten werden, dass der JPX Jet Protector legal erworben, besessen und auch geführt werden darf. Dies gilt sowohl für die Variante ohne, als auch mit Laser. Bei allen hier empfohlenen Händlern und Shops wird natürlich nur das in Deutschland erlaubte Modell mit entsprechender Kennzeichnung als Tierabwehrgerät ausgeliefert.

Österreich

In Österreich sind alle Varianten des JPX Jet Protector, also auch die Version mit Laser erlaubt. Gleiches gilt auch für die 4-schüssigen Modelle JPX4 und JPX6. Im Gegensatz zu Deutschland unterliegt der Piexon JPX hier, wie auch alle anderen Pfeffersprays, jedoch dem Waffengesetz und darf daher erst ab 18 Jahren erworben, besessen und geführt werden. Eine Waffenbesitzkarte oder Waffenpass ist jedoch nicht erforderlich. Eine Kennzeichnung als Tierabwehrgerät ist in Österreich zwar nicht zwingend erforderlich, ist in der Regel jedoch vorhanden.

Schweiz

In der Schweiz wird der Jet Protector JPX als Waffe gemäß Art. 4 Abs. 1 Bst. g Waffengesetz eingestuft, wobei der für diese Kategorisierung relevante Punkt darin zu sehen ist, dass der Jet Protector auf Grund seines Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden könnte. Während bis vor nicht allzu langer Zeit noch ein Waffenerwerbsschein notwendig war, ist der JPX Jet Protector mittlerweile auch ohne ein waffenrechtliches Dokument für Privatpersonen erhältlich. Grundvoraussetzung ist hier jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein dokumentierter Kaufvertrag, für welchen zudem eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren gilt. Das Führen in der Öffentlichkeit ist jedoch nur mit einer Waffentragebewilligung nach Art. 27 WG erlaubt, für welche eine theoretische Prüfung abgelegt werden muss. Zudem ist zu beachten, dass für Privatpersonen ausschließlich Modelle ohne Laser erlaubt sind. Eine weitere Einschränkung betrifft den Erwerb durch ausländische Staatsangehörige, die ohne eine Niederlassungsbewilligung einen Waffenerwerbsschein benötigen. Zudem ist der Erwerb und Besitz für Staatsangehörige von Albanien, Algerien, Bosnien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Sri Lanka und der Türkei generell ausgeschlossen.

Fazit und Bewertung

Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass der Jet Protector JPX ein äußerst effektives Selbstverteidigungsmittel darstellt. Der eingesetzte Reizstoff zählt mit einem Schärfegrad von 400.000 Scoville mit zu den stärksten und wird durch den Jet Protector auf über 600 km/h beschleunigt, wodurch er auch Sturmhauben oder Skimasken durchdringen kann. In Puncto Handhabung ergeben sich bei dieser Pfefferspray Pistole außerdem zahlreiche weitere Vorteile gegenüber herkömmlichem Pfefferspray, was den Piexon JPX Jet Protector zum idealen Begleiter im Alltag, beim Sport und natürlich auch zur Selbstverteidigung in den eigenen vier Wänden macht.

Wo kann ich den JPX Jet Protector kaufen?

Dieses Modell ist grundsätzlich sowohl im stationären Handel (Waffenhandel oder Outdoorshops) als auch online erhältlich, wobei sich hier mitunter deutliche Preisunterschiede ergeben. In unserer folgenden Onlineshop Empfehlung erhaltet ihr den JPX Jet Protector einschließlich einem Magazin, sowie bei Bedarf auch optionales Zubehör wie beispielsweise Holster oder Ersatzmagazine sicher, schnell und zuverlässig bei versandkostenfreier Lieferung:

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Bewertungsübersicht

Reizstoff
Reichweite
Verfügbarkeit
Kundenbewertungen
4.7
Sehr Gut

Produktspezifikationen & Downloads

Produktdetails

  • Verwendeter Wirkstoff: Oleoresin Capsicum mit 4 Millionen Scoville Heat Units (SHU)
  • Anteil am gesamten Reizstoff: 10% Oleoresin Capsicum (OC)
  • Effektiver Schärfegrad: 400.000 Scoville
  • Roter Farbstoff zur Täteridentifizierung
  • Double Action Abzug – sofort einsatzbereit
  • Auswechselbares Magazin mit 2 Reizstoffladungen zu jeweils 10g
  • Haltbarkeit austauschbares Magazin / Reizstoff – min. 3 Jahre ab Herstellung
  • Pfefferstrahl-Geschwindigkeit bis zu 650 km/h
  • Maximale Reichweite ca. 7 Meter
  • Offene Visierung mit Kimme und Korn
  • Variante mit Laser erhältlich
  • Kennzeichnung als Tierabwehrgerät in Deutschland
  • Handstück aus verstärktem Polymer-Kunststoff
  • Beidseitige Magazinentriegelung und dadurch für Rechts- und Linkshänder geeignet
  • Picatinny Schiene
  • Externer Laser oder Lampe kann angebracht werden
  • Temperaturbereich -20°C bis +80°
  • 2 Jahre Garantie auf Griffstück
  • Optionales Zubehör (z.B. Gürteltasche, Holster, Tactical Lights) erhältlich
  • Abzugswiderstand 8,5kg

Abmessungen und Gewicht

  • Abmessungen 19 x 9 x 3,7cm
  • Gewicht ca. 360g inkl. vollem Magazin / Kartusche

Lieferumfang

  • Griffstück
  • Magazin mit 2 Reizstoffladungen
  • Bedienungsanleitung
Bedienungsanleitung