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Pfefferspray Sprühformen und Varianten

Pfefferspray Sprühform

Nur wenigen Nutzern und Interessenten ist bekannt, dass es beim Pfefferspray entscheidende Unterschiede in der jeweiligen Sprühform gibt. Um es kurz und prägnant zusammenzufassen: Pfefferspray ist nicht gleich Pfefferspray. Vom Sprühnebel über den Strahl bis hin zu Gels und Schäumen – die unterschiedlichen Pfefferspray Sprühformen weisen jeweils andere Vor- und Nachteile auf. Bei der Kaufentscheidung sollte in jedem Falle beachtet werden, welche Sprühform vorliegt und welche für den eigenen Bedarf am besten geeignet ist. Der folgende Ratgeber soll die verschiedenen Sprühformen erläutern und die jeweiligen Vor- und Nachteile darlegen.

Die verschiedenen Pfefferspray Sprühformen

In Bezug auf die Einteilung verschiedener Sprühformen kommen mehrere Ansätze in Betracht, wobei hier eine Einteilung in drei verschiedene Sprühformen vorgenommen werden soll. Weitaus am häufigsten werden Pfeffersprays mit einem Sprühnebel oder einem Sprühstrahl verkauft. Deutlich seltener greifen die Kunden hingegen zu Abwehrsprays in welchen Gels oder Schäume zum Einsatz kommen. Wie sich dies erklären lässt und wie die verschiedenen Sprühformen sich im Detail voneinander unterscheiden soll folgend dargestellt werden.

Pfefferspray mit Sprühnebel

Sehr beliebt bei klassischen Pfeffersprays ist die Sprühform des Sprühnebels. Vor allem für unerfahrene Anwender bieten sich zahlreiche Vorteile. Wie dem Namen zu entnehmen ist, versprüht dieses Pfefferspray einen Reizstoff-Nebel in dem der Wirkstoff enthalten ist. Das Spray muss also nicht gezielt gesprüht werden. Stattdessen reichen ein einfaches Betätigen des Knopfes und das Halten des Sprays in die gewünschte Richtung aus, um einen Effekt zu erzielen. Durch das großflächige Versprühen des Nebels können zudem mehrere Gegner gleichzeitig getroffen werden.

Natürlich bringt diese Sprühform nicht nur Vorteile mit sich. Zugunsten des großflächigen Versprühens geht zunächst einiges an Reichweite verloren. Das Sprühnebel-Pfefferspray trifft einen Gegner nur auf kurzer Distanz. Zudem ist der Nebel nicht windstabil. Das Spray kann somit nur eingesetzt werden, wenn kein stärkerer Wind herrscht, da der Sprühnebel ansonst durch den Wind gewissermaßen weggetrieben würde. Auch zum Schutz der eigenen Person sollten die Windverhältnisse bedacht werden. Steht der Wind gegen den Nutzer, kann der Sprühnebel statt des Gegners den Nutzer treffen und somit zu einer Eigenreizung führen. Der Anwender des Sprays würde sich damit in der Selbstverteidigungssituation enorm schaden.

Pfefferspray mit Sprühstrahl

Die Sprühform des sogenannten Flüssigstrahls besitzt gänzlich andere Vorteile. Der Strahl kann sehr präzise auf eine Person bzw. einen Angreifer gerichtet werden. Hierzu ist jedoch ein gutes Zielvermögen des Anwenders notwendig. Auch die Reichweite des Flüssigstrahls ist weitaus größer als die des Sprühnebels. Bei mehreren Angreifern ergeben sich jedoch Probleme, da das Spray immer nur eine Person zur gleichen Zeit treffen kann.

Gegen einen einzelnen Angreifer kann das Flüssigstrahlspray jedoch deutlich effektiver und vor allem gezielter eingesetzt werden als ein Spray, das einen Sprühnebel ausstößt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Windstabilität des Strahls. Dieser kann vom Wind nicht weggetrieben werden, sodass das Spray problemlos bei jeglicher Witterung eingesetzt werden kann.

Varianten mit Pfeffergel und Pfefferschaum

Weitaus seltener als die beiden oben vorgestellten Arten des Pfeffersprays werden solche verkauft, die Gel oder Schaum versprühen. Die Vorteile dieser selten verkauften Sprays liegen darin, dass sie auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden können. Die Partikel des Wirkstoffes sind an den Träger – also an das Gel oder den Schaum – gebunden. Zudem ist das Risiko einer Selbstkontamination bei Sprays mit Pfeffergel und Pfefferschaum deutlich geringer.

Vor- und Nachteile der Sprühformen – direkter Vergleich

Prinzipiell lässt sich sagen, dass jeder Kunde ein Pfefferspray finden wird, das seine Bedürfnisse erfüllt. Die vorgestellten Sprühformen bieten jeweils andere Vor- und Nachteile und eignen sich in unterschiedlichen Situationen. Der Sprühnebel ist vor allem gegen mehrere Angreifer effektiv und kann meist auch in einer Paniksituation erfolgreich eingesetzt werden.
In einer solchen Situation wird ein Flüssigstrahlspray keinen entscheidenden Vorteil bringen, da nur ein Angreifer attackiert werden kann.
Das Pfefferspray mit Sprühstrahl zeigt seine Vorteile vor allem in Situationen, in denen ungünstige Witterungsverhältnisse herrschen. Es kann unter Umständen auch bei leichtem Wind eingesetzt und sehr präzise abgegeben werden. Eine in der Benutzung des Pfeffersprays ungeübte Person wird dennoch eher mit einem Sprühnebelspray zurechtkommen, da kaum Zielfähigkeiten benötigt werden, um das Spray effektiv einsetzen zu können. Erfahrene Benutzer hingegen setzen eher auf das Flüssigstrahlspray, da dieses präziser eingesetzt werden kann. Ähnlich verhält sich dies auch mit Gel- und Schaumsprays.