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Pfefferschaum – die Vor- und Nachteile im Überblick

Der Pfefferschaum ist eine Alternative zum herkömmlichen flüssigen Pfefferspray. Wie auch das Pfeffergel stellt der Schaum in gewisser Weise eine optimierte Version des klassischen Abwehrsprays dar. Der eingesetzte Wirkstoff und das grundsätzliche Funktionsprinzip sind gleich, jedoch ergeben sich Unterschiede in der Form des abgegebenen Reizstoffs. An dieser Stelle ergeben sich beim Pfefferschaum verschiedene Vorteile, die bei herkömmlichen Sprays nicht vorhanden sind. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile des Pfefferschaums.

Die Vor- und Nachteile dieser Pfefferspray Art

Auf den ersten Blick lassen sich wie bereits erwähnt kaum Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Pfefferspray und einem Schaumspray ausmachen. Die offensichtlichste Differenz der beiden Arten des Pfeffersprays stellt die Abgabe von flüssigem Spray einerseits und die von Schaum andererseits dar. Hieraus ergeben sich jedoch zahlreiche Vor- sowie einige Nachteile, die den Pfefferschaum ausmachen.

PfefferschaumDurch die Abgabe von Schaum, der den Wirkstoff enthält, wird es zunächst möglich, das Schaumspray auch in geschlossenen Räumen einzusetzen. Diese Form des Pfeffersprays bietet also einen möglichen Einsatzbereich, der durch das klassische Spray nicht abgedeckt ist. Die Partikel des Wirkstoffs sind vollständig an den Schaum gebunden. Sie können somit nicht – oder nur zu einem unbedeutenden Anteil – in die Raumluft gelangen. Diese Bindung an den Schaum bietet weitere Vorteile. So „verfliegt“ das Spray nicht innerhalb kurzer Zeit. Der zähe Schaum haftet stattdessen für längere Zeit an der Zielperson und entfaltet dort über die gesamte Zeit seine Wirkung. Der Schaum bietet somit theoretisch eine stärkere und länger andauernde Wirksamkeit. Das Entfernen des Schaums ist indes nicht einfach, da er zu einer anhaftenden Masse wird, die insgesamt als sehr hartnäckig bezeichnet werden kann.

Ebenfalls aufgrund der besonderen Konsistenz und Beschaffenheit des Schaums, ist dieser – wie auch beim Pfeffergel – windstabiler als flüssiger Reizstoff. Die Gefahr des „Wegtreibens“ ist dadurch deutlich verringert und auch eine Nebelbildung ist durch die besondere „Darreichungsform“ verringert. An dieser Stelle ist jedoch auf einen möglichen Nachteil des Pfefferschaums hinzuweisen: Es muss präzise gezielt werden, um den Angreifer zu treffen. Aus diesem Grund sind Schaumsprays eher für erfahrene Anwender geeignet. Wer nicht über Übung im Umgang mit Pfeffersprays verfügt, sollte eher zu einem klassischen Spray greifen, das einen Sprühnebel erzeugt. Dieses ist in der Handhabung meist einfacher, da die Notwendigkeit eines präzisen Zielens entfällt. Der Angreifer muss in jedem Falle getroffen werden. Gelingt dies, ist die Wirkung sehr stark – der Angreifer wird also sehr wirksam und effektiv bekämpft.
Aus der Windstabilität des Schaums ergibt sich natürlich der Vorteil eines sehr geringen Eigenkontaminationsrisikos. Durch eine fehlende Nebelbildung und eine enorme Windstabilität wird das Schaumspray in fast keinem Falle zu einer Kontamination der eigenen Person führen. Es kann zudem bei beinahe allen Witterungsverhältnissen eingesetzt werden.

Pfefferschaum – unser Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Pfefferschaum eher für erfahrene Anwender geeignet ist, da der Angreifer recht genau getroffen werden muss. Ein Sprühen in die Richtung des Angreifers reicht oftmals nicht aus, um diesen zu bekämpfen. Wird der Angreifer jedoch vom Pfefferschaum getroffen, wird dieser sehr wirksam abgewehrt. Der Schaum enthält den hochkonzentrierten Wirkstoff und ist sehr zäh – er kann nur schwer entfernt werden und wirkt sehr intensiv über einen längeren Zeitraum hinweg.