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JPX Jet Protector

JPX Jet ProtectorDer JPX Jet Protector des schweizer Herstellers Piexon ist vermutlich die stärkste und effektivste legale Pfefferspray Pistole welche derzeit in Deutschland erhältlich ist. Die Reizstoffladungen sind hier in einem austauschbaren Magazin untergebracht und werden durch pyrotechnische Ladungen auf eine Geschwindigkeit von bis zu 180 m/s beschleunigt.
Umgerechnet bedeuted dies, dass der JPX Jet Protector in der Lage ist, den hochwirksamen OC-Strahl mit bis zu 650 km/h abzugeben, wodurch eine enorme „Durchschlagskraft“ erreicht wird, und damit auch Sturmhauben oder Skimasken durchdrungen werden können.

Ein weiterer Vorteil der stark gebündelt und mit hoher Geschwindigkeit abgegbenen Reizstoffladungen kann darin gesehen werden, dass der Pfefferspray-Strahl äußerst Windstabil ist wodurch eine Selbstkontamination nahezu ausgeschlossen ist.
Auch in Bezug auf die Reichweite ergeben sich daraus enorme Vorteile – selbst auf eine Distanz von 7m entfaltet der Hochgeschwindigkeitssprühstrahl noch eine massive Wirkung, wodurch potentielle Angreifer auch auf Distanz effektiv abgewehrt werden können, und dadurch gefährliche Nahkampfsituationen idealerweise vermieden werden.

Wie auch andere Pfeffersprays ist der JPX Jet Protector in Deutschland als Tierabwehrspray gekennzeichnet und darf damit prinzipiell völlig legal erworben, besessen und natürlich auch geführt werden. Eine Einschränkung gibt es jedoch in Bezug auf die Ausstattung – die Variante Jet Protector JPX mit Laser ist in Deutschland nicht erlaubt und wird in der Regel auch nicht nach Deutschland versendet. Details dazu und entsprechende BKA Bescheide findet ihr in unseren Informationen zur rechtlichen Einordnung des JPX Jet Protector.

JPX Jet Protector - wesentliche Komponenten

JPX Jet Protector Handhabung und einzelne Elemente - Hotspots

Handhabung / Anwendung

Handhabung / Anwendung

JPX Jet Protector – Handhabung und Anwendung

Jet Protector JPX Handhabung - ZielWie bereits erwähnt und auch unseren Informationen zu den Reizstoffladungen zu entnehmen handelt es sich bei JPX Jet Protector um eine besonders effektive Pfefferspray Pistole, welche beispielsweise im Gegensatz zum Guardian Angel II auch von ihrem Erscheinungsbild einer Pistole recht ähnlich ist.
Daraus resultiert natürlich auch ein entscheidender Vorteil in Bezug auf die Handhabung und Zielsicherheit.
Während es mit herkömmlichem Pfefferspray auf Grund dessen Form oftmals nicht ganz leicht ist zielsicher zu treffen, stellt dies beim JPX Jet Protector für die meisten eine weniger große Herausforderung dar.
Im Rahmen eines von uns durchgeführten Tests wurde der Jet Protector JPX auch von unerfahrenen Personen getestet – das Ergebnis viel dabei im Vergleich zur Treffsicherheit mit klassischen Pfeffersprays klar zugunsten des Jet Protectors aus.

Die Zielerfassung erfolgt bei der in Deutschland erlaubten Variante über eine Kimme und Korn Visierung. Der JPX Jet Protector mit Laser ist hingegegen nur in Österreich erlaubt.
Die ergonomische Gestaltung des Pistolengriffs unterstützt dabei nicht nur die Zielsicherheit, sondern macht es auch schlichtweg unmöglich den Piexon JPX verkehrt in die Hand zu nehmen, wie es bei klassischen Abwehrsprays in Dosenform, insbesondere in Ausnahmesituationen und unter Stress schnell vorkommen kann.

Kimme und Korn Visierung
Kimme und Korn Visierung

Dies minimiert nicht nur das Risiko sich selbst zu verletzen, sondern kann im Ernstfall auch einen entscheidenen zeitlichen Vorteil darstellen. Der Griff ist dabei zudem so gestaltet, dass er sowohl von Personen mit kleineren als auch mit größeren Händen gut umfasst werden kann und damit ein bestmögliches Handling erlaubt.

Wenn man sich die verschiedenen Produktfotos dieser Pfefferspray-Pistole ansieht, könnte man unter Umständen den Eindruck gewinnen, dass der Jet Protector JPX in Bezug auf dessen Abmessungen doch etwas groß ist, und sich damit zwar beispielsweise für das Bereithalten in den eignen vier Wänden oder auch im Auto eignet, aber als täglicher Begleiter doch etwas zu groß ausfällt.

Größenvergleich JPX zu Pfefferspray Dose
Größenvergleich JPX – 90ml Pfefferspray

Dies war auch unsere erste Vermutung, bis wir ihn dann für die durchgeführten Tests selbst in Händen hielten – die Überraschung war groß – der Piexon JPX Jet Protector fällt entegegen unserer Erwartungen keinesfalls überproportioniert aus und passt mit seinen Abmessungen von 19 x 9 x 3,7 cm problemlos in die Jackentasche oder Handtasche und ist damit jedenfalls alltagstauglich!

Besonders gut ersichtlich ist dies auch, wie der folgenden Abbildung zu entnehmen, im Größenvergleich zu einer herkömmlichen 90ml Pfefferspraydose.

Der JPX Protector besteht dabei prinzipiell aus zwei Komponenten, und zwar dem Griffstück, in welches das Abzugssystem integriert ist, und dem austauschbaren Magazin mit 2 Reizstoffladungen.
Das Griffstück ist aus verstärktem Polymer-Kunststoff hergestellt und hinterlässt nicht nur einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck sondern bedarf auch keiner speziellen Pflege – Piexon gewährt auf den Jet Protector übrigens 2 Jahre Garantie!
Den Informationen verschiedener Händler zufolge beträgt das Gewicht des Griffstückes 250g und das des Magazins 120g. Wir haben das ganze nochmals nachgewogen und konnten bei beiden Teilen sogar noch ein etwas niedrigeres Gewicht feststellen und kamen auf ein Gesamtegwicht von 360g für den gesamten JPX Jet Protector samt vollem Magazin (Variante ohne Laser).
Um den Jet Protector einsatzbereit zu machen muss lediglich das Magazin mit den zwei Reizstoffladungen über die Führungsschienen auf das Griffstück geschoben werden bis dieses durch einen deutlich hörbaren Klick einrastet. Dieser Vorgang ist sehr leichtgängig und ein falsches Aufsetzen ist auf Grund der erwähnten Führungsschienen und den Fixierungsmechanismus ausgeschlossen.

Magazin auf Griffstück aufsetzenNach einem Sicherungshebel wie bei Pistolen üblich sucht man hier jedoch vergeblich, sobald das Magazin aufgesetzt ist, ist diese Pfefferpistole auch „scharf“ und kann unmittelbar eingesetzt werden. Dies stellt unserer Ansicht nach jedoch kein wirkliches Sicherheitsrisiko dar, da das Abzuggewicht des Double Action Abzugs relativ hoch ist und damit ein versehentliches Auslösen auch in der Handtasche oder Jackentasche nahezu ausgeschlossen ist.

Diese Art des Abzuges macht es auch möglich, dass der Jet Protector JPX im Ernstfall auch sofort einsetzbar ist, ein vorheriges Spannen oder sonstige Ladebewegung ist nicht notwendig und die zwei Reizstoffladungen können unmittelbar hintereinander abgegeben werden.
Auch der Wechsel des Magazin selbst kann blitzschnell durchgeführt werden – hierfür muss lediglich der beidseitig bedienbare Entriegelungshebel nach unten gedrückt werden und schon kann das leere Magazin abgenommen, und durch ein neues ersetzt werden.
Dieser beidseitige Entriegelungshebel in Kombination mit dem gesamten Design des JPX Jet Protector erlaubt zudem eine gleichgestellt Handhabung von Rechtshändern und Linkshändern!

Diverses Zubehör je nach Einsatzbereich

Holster für den Jet ProtectorWie bereits erwähnt findet der JPX Jet Protector prinzipiell problemlos in nahezu jeder Handtasche oder Jackentasche platz und ist damit jedenfalls ein alltagstaugliches Abwehrgerät, welches verdeckt und damit völlig unauffällig mitgeführt werden kann.
Zudem ist für den JPX auch zahlreiches optionales Zubehör erhältlich, welches je nach Anwendungsbereich durchaus sinnvoll sein kann. Insbesondere bei Sicherheitsdiensten kommen hier regelmäßig verschiedene Holster und auch taktische Holster welche am Oberschenkel getragen werden zur Anwendung. Zudem werden auch passende Fangriemen, Gürteltaschen oder Magazintaschen angeboten.

Die Picatinny Schiene am Griffstück ermöglicht es, wie auch in folgender Abbilsung zu sehen,  taktische Leuchten wie beispielsweise das JPX TacLight mit Strobofunktion oder auch eine externe Laserzeilhilfe anzubringen – jedoch Vorsicht! Derartiges Zubehör oder dessen Anbringung ist in Deutschland und teilweise auch in der Schweiz (Laser) verboten.
Weitere diesbezügliche Informationen findet ihr auch in unseren Hinweisen zur rechtlichen Einordnung des JPX Jet Protector.

JPX Jet Protector mit TacLight und externem Laser


Reizstoff / Funktion

Reizstoff / Funktion

Reizstoff – Wirkung und Stärke

Bevor wir auf die genaue Funktionsweise des Piexon JPX Jet Protector eingegangen werden soll, wollen wir uns zunächst mit dem in dieser Pfefferspray Pistole zum Einsatz kommenden Reizstoff und Wirkstoff (Oleoresin Capsicum/OC) etwas genauer auseinandersetzen.
Wie vielen sicherlich bewusst ist, werden von Pfefferspray-Herstellern oftmals verschiedenste Werte und Zahlen angegeben, welche signalisieren sollen, dass der verwendete Reizstoff besonders stark ist. Was diese Zahlen im Endeffekt jedoch wirklich bedeuten ist vielen nicht bewusst.
Es kann jedoch vorweg genommen werden, dass Piexon in Bezug auf die verschiedenen möglichen Werte im Vergleich zu manch anderem Hersteller sehr transparent ist und, wie auch folgender Abbildung zu entnehmen, den OC-Prozentsatz des Reizstoffes und dessen Scoville Wert als auch den MC-Wert (Major/Total Capsaicinoide) angibt.

Jet Protector Magazin mit ReizstoffPiexon bezeichnet den verwendeten Wirkstoff als „Piexol“ und dieser enthält den vorangegangenen Angaben zufolge 10% Oleoresin Capsicum mit 4 Millionen Scoville (Scoville Heat Units/SHU), welcher auch bei anderen Produkten dieses Herstellers wie beispielsweise dem Guardian Angel II oder dem neuen JPX 4 (derzeit noch nicht in Deutschland zugelassen), zum Einsatz kommt.

Was bedeutet dies jedoch nun in der Praxis und wie stark ist der verwendete Wirkstoff des JPX Jet Protector im vergleich zu anderen Pfeffersprays?

Prinzipiell kann gesagt werden, dass die Stärke und die damit verbundene Wirkung von Pfefferpray vom Verhältnis der Menge des gesamten Reizstoffes im Verhältnis zum Anteil und dem Schärfegrad des Wirkstoffes (Oleoresin Capsicum) abhängt.
Nachdem der im Jet Protector JPX verwendete Reizstoff 10% OC mit einem Schärfegrad von 4 Millionen Scoville enthält liegt der Schärfegrad bei beeindruckenden 400.000 Scoville.
Im Vergleich dazu kommt der ebenfalls äußerst effektive Fox Labs Mean Green auf gerade mal 180.000 Scoville. Ob ein Angreifer hier überhaupt noch einen Unterschied bemerken würde sei natürlich dahingestellt.
Tatsache ist jedoch, dass der Reizstoff des JPX äußerst potent ist, und in Kombination mit dem stark beschleunigten Reizstoffstrahl jeden Angreifer bei einem Treffer unmittelbar außer Gefecht setzt. Das hochwirksame OC reizt dabei insbesondere die Augen und Atmungsorgane dermaßen, dass dieser auf Grund massiv eingeschränkter Sehkraft und starken Hustenanfällen in der Regel für mehrere Minuten komplett die Orientierung verliert.
Zudem wurde dem Reizstoff ein roter Frabstoff beigemengt, welcher äußerst resistent ist und dadurch eine Täteridentifizierung nach einem möglichen Angriff erleichtert.

So funktioniert der JPX Jet Protector

Wie im Rahmen dieses Testberichts bereits erwähnt, machen nicht nur der hochwirksame Reizstoff mit einer Schärfe von 400.000 Scoville, sowie die besonders einfache Handhabung den Jet Protector zu einer der effektivesten nichtletalen Selbstverteidigungswaffen, sondern insbesondere auch die extrem hohe Geschwindigkeit des abgegebenen Reitstoffstrahls tragen erheblich dazu bei.
Doch wie ist es überhaupt möglich einen Reizstoffstrahl auf bis zu 650 km/h zu beschleunigen und damit eine so massive Durchschlagskraft zu erzeugen, dass dieser auch Sturmmasken oder Skimasken durchschlägt?

Wie auch in nebenstehendem Video dargestellt wird dies durch eine von Piexon entwickelte und patentierte Technologie realisiert. Während bei herkömmlichen Pfeffersprays der Reizstoff in einer Dose permanent unter Druck gehalten wird, steht die OC-Lösung in den im Magazin verbauten Kartuschen zunächst noch nicht unter Druck.

Der notwendige Druck um den Reizstoff mit der erwähnten massiven Geschwindigkeit aus der Kartusche zu pressen wird beim Jet Protector JPX im Gegensatz zu klassischen Abwehrsprays erst dann aufgebaut, wenn der Abzug betätigt wird.
Das Funktionsprinzip entspricht dabei prinzipiell jenem einer richtigen Schusswaffe – durch betätigen des Double Action Abzugs werden die Zündstifte gespannt welche die pyrotechnischen Ladungen im Kaliber 14mm auslösen.
Dadurch wird ein Kolben in der Kartusche nach vorne katapultiert, welcher damit die Reizstoffladungen unter massivem Druck aus den Düsen des Magazins presst.
Wie auch folgender Abbildung zu entnehmen, welche die Zünder vor- und nachdem diese vom Schlagbolzen getroffen wurden zeigt, werden dabei Treibladungen des Munitionsherstellers RWS verwendet.
Wichtiges Detail am Rande – der durch die Zündung verursachte Knall ist hier im Gegensatz zu Schreckschusswaffen oder scharfen Waffen äußerst leise, eine diesbezügliche Verwechslungsgefahr ist daher jedenfalls ausgeschlossen.

Piexon 14mm Treibladungen RWSDie Überlegenheit dieser Art der Reizstoffabgabe beschränkt sich nicht nur auf die bereits erwähnte Effektivitiät durch einen massiv beschleunigten Pfefferstrahl, sondern bringt darüber hinaus noch weitere Vorteile mit sich:

  • ein bei klassischen Pfeffersprays theoretisch möglicher Druckverlust ist ausgeschlossen
  • kein regelmäßiges Schütteln der Reizstofflösung notwendig
  • vergleichsweise sehr hohe Reichweite bei maximaler Treffsicherheit
  • besonders windresistenter Reizstoffstrahl und dadurch minimiertes Risiko einer Selbstkontamination



Rechtliche Einordnung

Rechtliche Einordnung

Rechtliche Einordung des JPX Jet Protector

Ist der JPX Jet Protector erlaubt oder nicht? Welche gesetzlichen Einschränkungen bestehen bezüglich der unterschiedlichen Varianten und optional erhältlichem Zubehör? Ab welchem Alter ist der Jet Protector erlaubt?

Diese und andere Fragen erreichen uns regelmäßig von Leuten die zwar interesse am Jet Protector zur Selbstverteidigung haben, sich jedoch verständlicherweise nicht Strafbar machen wollen.

Eines muss hierzu gleich vorweg genommen werden, die entsprechenden gesetzlichen Regelungen verschiedener Länder unterscheiden sich insbesondere in Bezug auf diese Pfefferpistole oft erheblich.
Bevor wir darauf jedoch näher eingehen wollen, soll zunächst der Frage nachgegangen werden ob der JPX Jet Protector in Deutschland legal ist oder nicht.

Rechtliche Einordnung in Deutschland

Der Erwerb, Besitz und auch das Führen des JPX Jet Protector ist in Deutschland prinzipiell erlaubt, wenn das entsprechende Modell als Tierabwehrgerät gekennzeichnet ist und auch der Bereithaltegrund per se in der Tierabwehr liegt. Es bestehen hierbei jedoch gewisse Einschränkungen betreffend der Variante sowie dem optional erhältlichen Zubehör.
Der JPX Jet Protector ist in zwei unterschiedlichen „Versionen“ erhältlich – einerseits in der „Zivilen Ausführung“ mit offener Visierung und andererseits dem „Behördenmodell“ mit integrertem Laser.
Das Modell mit Laser-Zielvorrichtung ist dabei in Deutschland verboten und auch nicht erhältlich. Die erlaubte zivile Version ist zwar mit dem Schiebeschalter zur Aktivierung des Lasers ausgestattet, die entsprechenden Verkabelungen sowie der Laser selbst sind hier jedoch nicht verbaut.

Die entsprechende Rechtsgrundlage findet sich im Waffengesetz Anlage 2 (1.2.4.1) und besagt, dass Vorrichtungen die das Ziel beleuchten oder markieren verboten sind. Demzufolge betrifft dieses Verbot nicht nur Laser-Zielvorrichtungen, sondern eben auch optional erhältliche, an dem dem Jet Protector befestigbare Leuchten wie beispielsweise das JPX Tactcal Light.

Bei Einhaltung der vorangegangenen Ausführungen unterliegt der JPX Jet Protector in Deutschland nicht dem Waffengesetz und darf daher auch von Personen unter 18 Jahren erworben, besessen und geführt werden.
Weshalb bei einigen Händlern hier dennoch ein Mindestalter von 18 Jahren gefordert wird entzieht sich unserem Verständnis.
Die folgenden download- und ausdruckbaren BKA-Feststellungenbescheide bestätigen, dass der JET Protector nicht dem Waffengesetz unterliegt und beispielsweise im Gegensatz zur Mace Pepper Gun auch keine Anscheinswaffe darstellt:

JPX BKA Feststellungsbescheid WaffengesetzJPX BKA Feststellungsbescheid Anscheinswaffe

Keine Anscheinswaffe – was bedeuted das?

Unter einer Anscheinswaffe wird ein Gegenstand verstanden, welcher einer echten Schusswaffe in solchem Ausmaß ähnlich ist, dass dieser nicht mehr davon unterschieden werden kann. Eine Anscheinswaffe, worunter beispielsweise auch verschiedene Softairwaffen fallen ist zwar nicht generell verboten, jedoch aber deren Führen in der Öffentlichkeit.
Nach Umsetzung der entsprechenden Ergänzung des Waffengesetzes im Jahr 2008 in § 42a WaffG wurde auch der Jet Protector JPX einer diesbezüglichen Prüfung durch das BKA unterzogen und entschieden, dass es sich dabei nicht um eine Anscheinswaffe handelt.
Im entsprechenden Feststellungsbescheid wurde dazu ausgeführt, dass einerseits verschiedene Kriterien für eine derartige Klassifizierung nicht gegeben sind, sowie dass der JPX Jet Protector auf Grund seiner eigentümlichen Form nicht als Imitat einer Original-Schusswaffe angesehen werden kann. Es wird dabei als Beispiel auf die Ähnlichkeit von Gaswaffen zu echten Schusswaffen verwiesen.
Wir haben den JPX Jet Protector zur Veranschaulichung einer echten Schusswaffe (CZ75 SP-01) sowie einer Schreckschusswaffe (Bruni New 380) gegenübergestellt um diese markanten Unterschiede zu veranschaulichen:

Vergleich zwischen JPX Jet Protector und echter Schusswaffe / SchreckschusswaffeFür Deutschland kann daher zusammenfassend festgehalten werden, dass der JPX Jet Protector legal erworben, besessen und auch geführt werden darf, solange es sich um die Variante ohne Laser handelt und auch keine verbotenen Aufsätze montiert wurden.
Bei allen hier empfohlenen Händlern und Shops wird natürlich nur das in Deutschland erlaubte Modell mit entsprechender Kennzeichnung als Tierabwehrgerät ausgeliefert.

Österreich

In Österreich sind im Gegensatz zu Deutschland alle Varianten des JPX Jet Protector, also auch die Version mit Laser erlaubt. Gleiches gilt auch für den vierschüssigen JPX4 Jet Defender Compact. Anders als in Deutschland unterliegt der Piexon JPX hier, wie auch alle anderen Pfeffersprays, jedoch dem Waffengesetz und darf daher erst ab 18 Jahren erworben, besessen und geführt werden.
Eine Waffenbesitzkarte oder Waffenpass ist jedoch nicht erforderlich. Eine Kennzeichnung als Tierabwehrgerät ist in Österreich zwar nicht zwingend erforderlich, ist jedoch in vielen Fällen dennoch vorhanden.

Schweiz

In der Schweiz wird der Jet Protector JPX als Waffe gemäß Art. 4 Abs. 1 Bst. g Waffengesetz eingestuft, wobei der für diese Kategorisierung relevante Punkt darin zu sehen ist, dass der Jet Protector auf Grund seies Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden könnte. Während bis vor nicht allzulanger Zeit noch ein Waffenerwerbsschein notwendig war, ist der JPX Jet Protector mittlerweile auch ohne ein waffenrechtlichiches Dokument für Privatpersonen erhältlich.
Grundvoraussetzung ist hier jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein dokumentierter Kaufvertrag, für welchen zudem eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren gilt.
Das Führen in der Öffentlichkeit ist jedoch nur mit einer Waffentragebewilligung nach Art. 27 WG erlaubt, für welche eine theoretische Prüfung abgelegt werden muss. Zudem ist zu beachten, dass für Privatpersonen ausschließlich die Modelle ohne Laser erlaubt sind.
Eine weitere Einschränkung betrifft den Erwerb durch ausländische Staatsangehörige, die ohne eine Niederlassungsbewilligung einen Waffenerwerbsschein benötigen. Zudem ist der Erwerb und Besitz für Staatsangehörige von Albanien, Algerien, Bosnien, Kosovo, Kroatien, Mazedoien, Montenegro, Serbien, Sri Lanka und der Türkei generell ausgeschlossen.

Rechtliche Einordnung in weiteren Ländern

Bevor man sich mit Pfefferspray im Gepäck auf Reisen begibt, sollte jedenfalls in Erfahrung gebracht werden ob dies in den jeweiligen Ländern auch legal ist und ob unter Umständen Einschränkungen in Bezug auf das Alter oder speziell auch das Führen in der Öffentlichkeit bestehen. Die rechtliche Situation ist dabei sehr unterschiedlich, dies gilt insbesondere auch für den Piexon JPX Jet Protector.

JPX Jet Protector Test Fazit

Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass der JPX Jet Protector ein äußerst effektives Selbstverteidigungsmittel darstellt. Der eingesetzte Reizstoff zählt mit einem Schärfegrad von 400.000 Scoville mit zu den stärksten und wird durch den Jet Protector auf über 600 km/h beschleunigt, wodurch er auch Sturmhauben oder Skimasken durchdringen kann.
In Puncto Handhabung ergeben sich bei dieser Pfefferspray Pistole außerdem zahlreiche weitere Vorteile gegenüber herkömmlichem Pfefferspray, was den Piexon JPX Jet Protector zum idealen Begleiter im Alltag, beim Sport und natürlich auch zur Selbstverteidigung in den eigenen vier Wänden macht.

Wo kann ich den JPX Jet Protector kaufen?

Der Jet Protector JPX ist in Deutschland sowohl im stationären Handel (Waffenhandel oder Outdoorshops) als auch online erwerbbar, wobei sich hier mitunter Preisunterschiede ergeben.
In unserer folgenden Onlineshop Empfehlung erhaltet ihr den JPX Jet Protector einschließlich einem Magazin, sowie bei Bedarf auch optionales Zubehör wie beispielsweise Holster oder Ersatzmagazine sicher, schnell und zuverlässig bei versandkostenfreier Lieferung:

Bewertungsübersicht

Reizstoff / Schärfe
Reichweite
Handhabung
Kundenbewertungen

Sehr Gut!


Spezifikationen und Downloads

Spezifikationen und Downloads

Zusammenfassung der wesentlichsten Produktdetails:

  • Verwendeter Wirkstoff: Oleoresin Capsicum mit 4 Millionen Scoville Heat Units (SHU)
  • Anteil am gesamten Reizstoff: 10% Oleoresin Capsicum (OC)
  • Effektiver Schärfegrad: 400.000 Scoville
  • Roter Farbstoff zur Täteridentifizierung
  • Double Action Abzug – sofort einsatzbereit
  • Auswechselbares Magazin mit 2 Reizstoffladungen zu jeweils 10g
  • Haltbarkeit austauschbares Magazin / Reizstoff – min. 4 Jahre
  • Pfefferstrahl-Geschwindigkeit bis zu 650 km/h
  • Maximale Reichweite ca. 7 Meter
  • Offene Visierung mit Kimme und Korn
  • Variante mit Laser in Österreich erhältlich
  • Kennzeichnung als Tierabwehrgerät in Deutschland
  • Handstück aus verstärktem Polymer-Kunststoff
  • Beideseitige Magazinentriegelung
  • Für Rechts- und Linkshänder geeignet
  • Picatinny Schiene
  • Externer Laser kann angebracht werden
  • Abmessungen 19 x 9 x 3,7cm
  • Gewicht ca. 360g inkl. vollem Magazin
  • Temperaturbereich -20°C bis +80°
  • 2 Jahre Garantie auf Griffstück
  • Optionales Zubehör (z.B. Gürteltasche, Holster, Tactical Lights) erhältlich

Lieferumfang:

  • Griffstück
  • Magazin mit 2 Reizstoffladungen
  • Bedienungsanleitung

Downloads:

Bedienungsanleitung JPX Jet Protector (pdf)