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Pfefferspray zur Heimverteidigung

Pfefferspray zur Heimverteidigung

Besonders in der heutigen Zeit, in welcher die Einbruchsrate laut zahlreicher Medienberichte jedes Jahr aufs neue ansteigt, stellt sich für viele Menschen die Frage nach der Verteidigung in ihrem eigenen Zuhause. Auch die Angst vor Einbrüchen und Überfällen in der eigenen Wohnung nimmt immer weiter zu. Einhergehend mit diesem Phänomen denken viele Menschen über eine geeignete Bewaffnung nach, um sich auch zu Hause gegen Angreifer verteidigen zu können. Wie sinnvoll ist Pfefferspray in diesem Einsatzbereich und welchen Anforderungen sollte es dabei genügen?

Mögliche Gefahren in den eigenen vier Wänden

Zunächst erscheint der eigene Haushalt als ein sehr sicherer Ort. Hier lauern in der Regel keine Gefahren, vor denen man sich fürchten müsste. Dies kann sich jedoch schnell ändern, wenn ein Einbrecher diesen Ort aufsucht. Wer einmal Opfer eines Einbruchs wurde, wird sich in der ersten Zeit nach diesem Verbrechen unsicher fühlen.
Diese Unsicherheit ist eine normale Reaktion auf die schwere Verletzung der Privatsphäre durch das Eindringen in den persönlichen Rückzugs- und Sicherheitsort. Doch auch Einbruchsserien in der Nachbarschaft oder vermehrte Berichte im Fernsehen oder in Zeitungen lassen das Sicherheitsgefühl sinken. Im Rahmen dieser Entwicklung bestehen einige Möglichkeiten, die tatsächliche Sicherheit im eigenen Haus steigen zu lassen.

Neben allgemeinen Möglichkeiten zur Sicherung des Hauses – wie dem bewussten Verriegeln sämtlicher Eingänge und dem Installieren einer Alarmanlage – legen viele Menschen Wert auf eine angemessene Sicherung der eigenen Person. Sollte ein Einbrecher die Barrieren überwinden und in das Haus eindringen können, will man diesem nicht schutzlos ausgeliefert sein. An diesem Punkt ist die Anschaffung von Pfefferspray zur Heimverzeitigung überlegenswert.

Anforderungen an Pfefferspray zur Heimverteidigung

Zunächst stellt sich die Frage, ob ein Pfefferspray eine geeignete Bewaffnung zur Abwehr eines Einbrechers oder eines sonstigen Eindringlings darstellt.
Diese Frage ist nicht unbedingt einfach zu beantworten. Auch wenn Fernseh- und Kinofilme einen anderen Eindruck vermitteln, sind die wenigsten Einbrecher bei ihren Raubzügen schwer bewaffnet. In den meisten Fällen tragen diese keine Waffen bei sich und können somit durch den Einsatz eines Pfeffersprays leicht überwältigt werden.

Ist der Einsatz jedoch nicht nötig, kann auch das bloße Vorhandensein des Abwehrsprays oder einer Pfefferspray Pistole ausreichen, um den Eindringling einzuschüchtern. Das oberste Ziel ist natürlich immer die eigene Unversehrtheit und in weiterer Folge das Festhalten des Einbrechers bis zum Eintreffen der Polizei. Dies kann durch ein Pfefferspray in der Regel gut gewährleistet werden, da der Einbrecher aufgrund der starken Reizung der Augen meist kaum in der Lage sein wird zu flüchten.

Bei der Verteidigung mit Pfefferspray in den eigenen vier Wänden gibt es in Bezug auf die Größe oder Gewicht im Gegensatz zu anderen Anwendungsbereichen, wie beispielsweise Pfefferspray beim Joggen oder im Auto, kaum Einschränkungen. Bei der Entscheidung kann hier also in erster Line eine eine möglichst hohe Effektivität geachtet werden.

Schnelle Einsatzbereitschaft kann entscheidend sein

Wichtiger als die Art und Größe des Pfeffersprays ist eine möglichst schnelle Einsatzbereitschaft. Das Spray sollte im Idealfall schnell gegriffen und im Notfall auch direkt eingesetzt werden können. Im Ernstfall bleibt oftmals keine Zeit, in der das Pfefferspray gesucht werden kann. Man sollte also stets wissen, wo sich das Spray befindet – als geeignete Standorte kommen insbesondere das Schlafzimmer oder Wohnzimmer in Frage.

Pfeffersprays zur Verteidigung zu Hause

Auch wenn sich prinzipiell jedes Pfefferspray zur Selbstverteidigung in den eigenen vier Wänden eignet, wollen wir folgend einige Modelle vorstellen, die auf Grund ihrer hohen Effektivität (aus unterschiedlichen Gründen) besonders gut geeignet sind.

  • JPX Jet Protector
  • Fox Labs Mean Green
  • OC 5000 Breitstrahl 400 ml

Die Jet Protector JPX Pfefferspray Pistole ist auf Grund der Reizstoffabgabe mittels pyrotechnischer Treibladungen eines der effektivsten (und auch in Deutschland erlaubten) Pfeffersprays. Der Reizstoff mit einem Schärfegrad von massiven 400.000 Scoville wird hier auf über 600km/h beschleunigt und kann damit unter Umständen auch Masken oder Kleidungsstücke durchdringen.
Natürlich ist auch die Reichweite dementsprechend hoch – ein Einbrecher könnte also auch aus erheblicher Distanz abgewehrt werden. Da diese Pfefferpistole einer echten Schusswaffe optisch sehr ähnlich ist, kommt auch eine erhöhte abschreckende Wirkung hinzu.

Dieses Pfefferspray des amerikanischen Herstellers Fox Labs kombiniert überschaubare Abmessungen (14,7 x 3,8 cm) mit einer relativ hohen Menge an Reizstoff – insgesamt stehen hier 90ml mit einem effektiven Schärfegrad von 180.000 Scoville zur Verfügung.
Die Füllmenge des Fox Labs Mean Green mit 90ml reicht laut Hersteller für eine durchgehende Sprühdauer von etwa 12 Sekunden. Zudem kann je nach Wunsch zwischen den Sprühvarianten Nebel oder Strahl gewählt werden.
Für alle die lieber noch mehr Reizstoff zur Verfügung haben möchten ist auch ein 355ml Modelle mit einer Sprühdauer von bis zu 25 Sekunden erhältlich.

Beim SSG-9 Pfefferspray stehen insgesamt 400ml Reizstoff zur Verfügungung – dieser wird in Form eines Breitstrahls abgegeben (durchgehende Sprühdauer ca. 10 Sekunden) wodurch eine besonders hohe Trefferwahrscheinlichkeit ermöglicht wird.
Außerdem können dadurch auch mehrere Angreifer zeitgleich abgewehrt werden. In der Kategorie der Giant-Pfeffersprays gerhört das OC 5000 / SSG-9 übrigens zu den besonders kostengünstigeren Modellen.

WICHTIG: Pfefferspray in geschlossenen Räumen

Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit den Angreifer innerhalb des Hauses mit dem Strahl des Sprays zu treffen, sehr hoch. Kein Wind und keine Umwelteinflüsse können den Strahl hier beeinflussen – dennoch birgt der Einsatz innerhalb der eigenen vier Wänden auch Gefahren für den Benutzer und seine Angehörigen. Wird das Pfefferspray im Inneren des Hauses verwendet, kann es leicht eingeatmet werden – was zu Atemnot führt. Bei Asthmatikern und Personen, die unter Drogen stehen, kann im schlimmsten Fall sogar der Tod eintreten. Aus diesem Grund sollte das Abwehspray auch zur Hausverteidigung wirklich nur im Notfall zum Einsatz kommen.

Alternative Selbstverteidgungswaffen zur Heimverteidigung

Für die „Home Defense“ kommen praktisch alle Selbstverteidigungswaffen in Betracht. Lediglich Taschenalarme kommen eher nicht in Frage, da der Alarm außerhalb der Wohnung nur schwer wahrgenommen werden kann. Je nach Selbstverteidigungsmittel ergeben sich natürlich spezifische Vorteile und Nachteile.

Im Bereich der Schlagstöcke kommen Neben dem Kubotan auch Tonfa oder Teleskopschlagstock in Frage. Letzterer darf zwar in Deutschland nicht in der Öffentlichkeit geführt werden, dem Bereithalten in den eigenen vier Wänden steht jedoch nichts entgegen.

Auch der Einsatz von Schreckschusswaffen kann ich Betracht gezogen werden – diese können mit Reizstoff-Munition (CS-Gas oder Pfeffer) geladen werden und zeigen zudem eine gewisse abschreckende Wirkung. Für das Bereithalten im eigenen Zuhause muss übrigens auch kein kleiner Waffenschein beantragt werden, da dieser nur für das Führen benötigt wird.

Letztlich kommen natürlich auch Elektroschocker in Frage – jedoch ist dabei zu Beachten, dass die meisten Modelle (ausgenommen Taser oder Kombination Elektroschocker und Pfefferspray) ausschließlich in Nahkampfsituationen eingesetzt werden können.