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JPX4 Jet Protector

JPX4Der JPX4 Jet Protector, auch unter der Bezeichnung JPX4 Jet Defender bekannt, ist das derzeit aktuellste Modell aus der der Reihe der besonders effektiven und beliebten Pfefferspray Pistolen des Schweizer Herstellers Piexon.
Wie auch schon bei dem bekannten „Vorgängermodell“ JPX Jet Protector wird auch beim JPX4 auf die bewährte und äußerst effektive, von Piexon selbst entwickelte und patentierte, Treibkartuschen-Technologie zurückgegriffen.
Diese ermöglicht es, dass der Reizstoff mit einer massiven Geschwindigkeit von bis zu 650 km/h abgegeben wird, wodurch nicht nur hohe Reichweiten, eine maximale Resistenz gegen Wind- und Wettereinflüsse und eine hohe Zielgenauigkeit erreicht werden, sondern auch eine beeindruckende Durchschlagskraft erreicht wird.

Der wohl zentralste Unterschied zwischen dem hier vorgestelltem JPX4 und dem klassischen JPX Jet Protector ist in den 4 – unmittelbar hintereinander abfeuerbaren – Reizstoffkartuschen zu sehen. Im Vergleich zum 2-Schüssigen Vorgängermodell können hier also doppelt so viele Reizstoffladungen abgeben werden, bevor das Magazin ausgetauscht werden muss.

Eines muss jedoch gleich vorweg genommen werden, der Piexon JPX4 kann derzeit leider nur in Österreich, Frankreich und der Schweiz legal erworben  werden und ist in Deutschland verboten, da er vom BKA als ein den Schusswaffen gleichgestelltes Abschussgerät für Kartuschenmunition klassifiziert wurde. Mehr Informationen zur rechtlichen Einordnung, sowie ausführliche Erläuterungen zu Funktionsweise, Reizstoff und natürlich entsprechende Bezugsquellen findet ihr in unserem folgenden Testbericht.

JPX4 Jet Protector Komponenten

JPX4 Komponenten Hotspots

Handhabung / Anwendung

Handhabung / Anwendung

JPX4 Handhabung und Anwendung

Beim JPX4 Jet Defender handelt es sich wie bereits erwähnt und auch auf unseren Abbildungen gut ersichtlich um eine klassische Pfefferspray Pistole, wodurch sich auch entsprechende Unterschiede bei der Handhabung und Verwendung im Vergleich zu klassischem Pfefferspray ergeben. Der mit Sicherheit grundlegendste Unterschied in Bezug auf die Handhabung resultiert aus der pistolenähnlichen Bauform des JPX4.

Intuitive Zielerfassung dank Pistolenform und offener Visierung

Diese Bauform und die ergonomische Gestaltung des „2-Finger-Pistolengriffes“ legen den Grundstein für besonders einfache, schnelle und intuitive Zielerfassung und garantieren Zusammen mit der Kimme und Korn Visierung auch für ungeübte Schützen oder Personen, die noch nie eine Waffe in der Hand hatten eine sehr hohe Trefferwahrscheinlichkeit. JPX4 ZielerfassungDiese wird durch die zur Verfügung stehenden 4 Reizstoffladungen natürlich zudem massiv erhöht.
Wie auch der – in der Grundversion übrigens auch in Deutschland erlaubte – zweischüssige JPX Jet Protector ist der JPX4 prinzipiell in 2 Varianten erhältlich, einer Standardvariante mit offener bzw. Kimme und Korn Visierung (JPX4 CP) und dem Behördenmodell mit integriertem Laservisier (JPX4 LE). Die Abkürzung CP steht übrigens für „Compact“ und LE für für „Law Enforcement“.

Während der klassische JPX Jet Protector mit Laser zumindest in Österreich auch für Privatpersonen legal erworben und auch geführt werden kann, hat sich dies beim JPX4 mit Laser jedoch leider geändert – zwar würde einem Verkauf an Privatpersonen in Österreich rein rechtlich nichts im Wege stehen, jedoch hat sich Piexon dazu entschlossen diese Variante diesmal ausschließlich an Behörden zu verkaufen. Ob es hier in Zukunft Änderungen geben wird ist derzeit nicht absehbar.

Auch wer sich nun mit dem Gedanken spielt einfach einen externen Laser am JPX4 anzubringen muss leider enttäuscht werden. Während der JPX Jet Protector noch in beiden Varianten mit einer Picatinny Schiene am Griffstück ausgestattet ist, findet sich diese beim JPX4 ebenfalls nur in der LE Version. Ein einfaches Anbringen einer taktischen Leuchte ist bei der Zivilversion demnach ebenfalls nicht möglich.
Ein weiterer Unterschied zwischen JPX4 CP und JPX4 LE betrifft ansonsten nur noch den Pistolengriff. Die LE-Variante ist hier mit einem etwas längeren 3-Finger Pistolengriff ausgestattet.

Die Abmessungen des JPX4 CP liegen bei etwa 19,2cm (Länge), 12,4cm (Höhe) und 4cm in der Breite. Das Gewicht der Pistole selbst beträgt relativ genau 400g und im vollständig geladenen Zustand, also mit 4 Reizstoffkartuschen, etwas über 570g.
Der 4-schüssige Jet Protector ist damit gute 200g schwerer als das 2-schüssige Modell und fällt  die Abmessungen betreffend, in der Höhe etwas größer aus. Folgende Abbildungen zeigen einen Größenvergleich zu einer klassischen 90ml Pfefferspray Dose sowie zum JPX Jet Protector.

Größenvergleich zwischen JPX4 und JPX bzw. PfefferspraydosePrinzipiell findet dieses Pfefferpistole damit zwar noch in einer Handtasche oder Jackentasche platzt, wer den JPX4 jedoch regelmäßig in der Öffentlichkeit führen und dabei möglichst schnell Einsatzbereit haben möchte, wird sicherlich die Vorteile des optional erhältlichen Gürtelholsters zu schätzen wissen.

In nur wenigen Schritten einsatzbereit

Um den JPX4 einsatzfertig zu machen muss lediglich der seitlich an beiden Seiten des Magazins bzw. Kartuschenhalters befindliche Riegelschieber in Richtung Laufmündung geschoben werden, wodurch sich dieser einfach nach vorne aufklappen lässt.
Nun können die Reizstoffkartuschen, welche auch die notwendigen Treibladungen enthalten, entweder einzeln oder alternativ gleich vier Kanister in einem Handgriff mit einem „Speed Loader Clip“ in den Kanisterhalter eingesetzt werden.
Anschließend muss das Kartuschenmagazin wieder in die Ausgangsposition (geschlossen) zurückgeklappt werden, wodurch dieser automatisch einrastet. Ein falsches Einlegen der Reizstoffkartuschen ist natürlich nicht möglich. Nach dem Einrasten des Kanisterhalters ist der JPX4 uneingeschränkt einsatzbereit.

JPX4 laden und einsatzbereit machenAbfeuern der Reizstoffladungen

Um die Reizstoffladungen des JPX4 CP abzuschießen muss lediglich das Ziel mittels der offenen Visierung anvisiert werden und der Abzug durchgezogen werden. Der JPX4 ist mit einem sogenannten Double Action Abzug ausgestattet, es können demnach alle verfügbaren Reizstoffladungen unmittelbar hintereinander abgegeben werden – ein vorheriges Spannen oder andere Ladebewegung ist nicht erforderlich.
Nachdem ein Kanister durch Betätigen des Abzuges abgefeuert wurde, muss der Abzug lediglich kurz in die Ausgangsposition zurückgleiten und schon kann der nächste Kanister abgeschossen werden. Damit ist es prinzipiell möglich, bei Bedarf alle vier Reizstoffladungen in etwa 5 Sekunden abzufeuern.
Um die verbrauchten Kanister auszutauschen muss wiederum der Kartuschenhalter aufgeklappt werden. Durch schieben des Riegelschiebers in Richtung des Pistolengriffs werden die Kanister aus den Läufen geschoben und können dadurch sehr leicht entnommen werden.

Reichweite und StreuungDie maximale Reichweite des abgegebenen Reizstoffes beträgt laut Hersteller etwa 7m.
Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass ein Mindestabstand von 1,5m eingehalten werden muss, um ernsthafte und unter Umständen bleibende Schäden zu verhindern.

Die „Streuung“ des flüssigen Reizstoffes nimmt naturgemäß mit zunehmender Distanz zu – so liegt der Streukreis-Durchmesser bei einem Treffer auf im Abastand von 4-5m bei etwa 30cm und bei der Maximaldistanz von 7m bei ungefähr 60cm.


Reizstoff / Funktion

Reizstoff / Funktion

Massiver effektiver Schärfegrad von 400.000 Scoville

Wie auch beim JPX Jet Protector mit Laser oder dem Guardian Angel 2 kommt auch beim JPX4 der äußerst potente Reizstoff Piexol zum Einsatz. Der Wirkstoff hinter dieser firmeneigenen Reizstoffbezeichnung ist, wie bei allen anderen Pfeffersprays auch, Oleoresin Capsicum (OC), ein Extrakt, welches aus dem Fruchtfleisch von besonders scharfen Chillischoten gewonnen wird.

JPX4 - Angaben zum ReizstoffWie auch auf der Abbildung der Hinweise zum Reizstoffbehälter zu sehen, enthält der gesamte Reizstoff 10% Oleoresin Capsicum mit einem Schärfegrad von 4 Millionen Scoville. Basierend auf diesen Angaben kann demnach von einem effektiven Schärfegrad von massiven 400.000 Scoville ausgegangen werden. Damit ist dieser Reizstoff nicht nur über 250mal schärfer als Tabasco, sondern gehört zu den schärfsten, in Pfeffersprays zum Einsatz kommenden OC-Lösungen überhaupt. In jeder Reizstoffkartusche sind insgesamt 9ml Reizstoff enthalten.

Das hochwirksame Piexol setzt in Zusammenhang mit der massiven Beschleunigung des Reizstoffes garantiert jeden Angreifer – unabhängig ob Tier oder Mensch – unmittelbar außer Gefecht und löst augenblicklich Symptome wie Reizungen der Haut, Schleimhäute und Augen sowie wie vorübergehende Hustenreize und Blindheit aus. Diese Symptome halten in der Regel bis zu 60 Minuten an, wodurch jedenfalls ausreichend Zeit bleibt um sich in Sicherheit zu begben oder gegebenenfalls Hilfe zu holen.
Zusätzlich ist der Reizstoff des JPX4 mit einem nur äußerst schwer abwaschbaren roten Markierungsfarbstoff angereichert, wodurch eine spätere Täteridentifikation erleichtert ist. Die Haltbarkeit der Reizstofflösung liegt bei etwa 5 Jahren, das entsprechende Haltbarkeitsdatum ist wie folgend zu sehen auf jeder einzelnen Kartusche angegeben.
Übrigens, neben den normalen Reizstoffkartuschen sind auch sogenannte Trainingskartuschen mit grüner Lebensmittelfarbe und ohne Reizstoff erhältlich, sodass bei Bedarf auch ein gefahrenloses Training möglich ist.

Trainingskartuschen mit Lebensmittelfarbe
Trainingskartuschen mit Lebensmittelfarbe

Die Funktionsweise des JPX4

Wie bereits eingangs kurz erwähnt wird auch beim JPX4 Jet Defender auf die erprobte und auch im JPX Jet Protector genutzte hauseigene Treibkartuschen-Technologie zurückgegriffen, welche die massive Beschleunigung der Reizstofflösung auf bis zu 650km/h ermöglicht.
Im Unterschied zu klassischem Pfefferspray stehen die Reizstoffkartuschen nicht unter permanentem Druck, sondern dieser wird erst unmittelbar bei Betätigen des Abzuges aufgebaut. Hierdurch ergeben sich bereits erste Vorteile, und zwar:

  • ein bei klassischen Druckbehältern möglicher Druckverlust ist ausgeschlossen
  • ein regelmäßiges Schütteln der Reizstofflösung ist nicht notwendig

Um den notwendigen Druck zur Abgabe der Reizstoffladungen durch die 4 Düsen des JPX4 zu herzustellen, sind die Reizstoffkanister mit pyrotechnischen Ladungen im Kaliber 14mm ausgestattet. Bei jedem Durchziehen des Abzuges wird jeweils einer der insgesamt 4 Zündstifte (Schlagbolzen) gespannt und schlägt auf das Zündhütchen der Reizstoffkartusche wodurch die pyrotechnische Ladung gezündet, und ein Kolben in der Kartusche den Reizstoff unter massivem Druck durch die Düsen presst. Gleichzeitig wechselt der Schlaghammer gegen den Uhrzeigersinn zum nächsten Zündstift, wodurch ohne weiteres Zutun alle Reizstoffladungen unmittelbar nacheinander abgegeben werden können.

JPX4 Zündhütchen und Zündstifte
JPX4 Zündhütchen und Zündstifte

Die Funktionsweise ähnelt damit stark jener von klassischer Munition wie Sie bei Schusswaffen zum Einsatz kommt.
Wer hier nun einen besonders lauten Knall wie bei einer echten Waffe oder einer Schreckschusspistole erwartet irrt jedoch – der Knall fällt hier äußerst leise aus und erregt wohl kaum Aufmerksamkeit. Eine Verwechslungsgefahr mit einer scharfen Waffe ist hier jedenfalls nicht zu befürchten. Die Vorteile dieser Art der Reizstoffabgabe sind nicht von der Hand zu weisen, und liegen neben den bereits erwähnten Punkten „Druckverlust und hinfälligem Schütteln“ speziell in folgenden Aspekten:

  • äußerst hohe „Durchschlagskraft“ des Reizstoffes (gelangt auch hinter Brillengläser oder Masken)
  • sehr hohe Reichweite bei maximaler Treffergenauigkeit
  • abgegebener Reizstoff ist besonders resistent gegen äußere Einflüsse wie Wind und Regen
  • geringstes Risiko einer Selbstkontamination



Rechtliche Einordnung

Rechtliche Einordnung

Rechtliche Einordnung des Piexon JPX4

Die Frage ob der JPX4 erlaubt ist oder nicht wurde bereits zu Beginn dieses Testberichts kurz erläutert. Hier ergeben sich, wie folgend dargestellt mitunter erhebliche Unterschiede in verschiedenen Ländern:

JPX4 in Deutschland

Der JPX4 ist derzeit sowohl in der „Zivilversion“ JPX4 CP als auch in der Behördenversion JPX4 LE in Deutschland für Privatpersonen jedenfalls verboten. Gleiches gilt auch für die Kartuschenmunition selbst, unabhängig davon ob es sich dabei um Reizstoffkartuschen oder Trainingskartuschen handelt.

Aus dem entsprechenden Feststellungsbescheid des BKA geht hervor, dass es sich beim JPX4 als ein, den Schusswaffen gleichgestelltes Abschussgerät für Kartuschenmunition handelt.
Der Grund für diese Einstufung scheint darin zu liegen, dass die Kartuschen beim JPX4 im Gegensatz zum JPX Jet Protector nicht in einem Einbaurahmen fest verbaut sind und einzeln nachgeladen werden können. Daran ändert leider auch die auf der Pistole angebrachte Kennzeichnung als Tierabwehrgerät (siehe Abbildung) nichts.

JPX4 Tierabwehrgerät (Kennzeichnung)Aus dem Feststellungsbescheid geht jedoch weiters hervor, dass das Abschussgerät in der Zivilversion (JPX4 CP) gemäß §10 Abs. 1 WaffG erworben werden darf. Inhaber einer Waffenbesitzkarte (WBK) dürfen den JPX4 CP demnach erwerben. Die LE-Version mit Laser ist hingegen ausschließlich Behörden, Bundeswehr, Polizei usw. vorbehalten.
Jedoch scheint es auch für Inhaber einer WBK eine weitere Hürde zu geben, da es sich bei Kartuschenmunition prinzipiell um verbotene Munition handelt, wenn diese kein PTB-Prüfzeichen (Physikalisch Technische Bundesanstalt) aufweist.
Da die uns vorliegende JPX4 Kartuschenmunition ist nicht mit dem PTB Prüfzeichen gekennzeichnet ist, scheint eine entsprechende Prüfung zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht stattgefunden zu haben (Stand 31.08.2016).

Ob Piexon eine für den deutschen Markt zulässige Variante des JPX4 entwickelt oder über eine entsprechende PTB-Kennzeichnung für die Kartuschenmunition ansucht bleibt abzwarten. Wir halten euch über eventuelle Entwicklungen natürlich auf dem laufenden. Die einzige legale Alternative bleibt derzeit demnach der 2-schüssige JPX Jet Protector. Den vollständigen BKA Feststellungsbescheid könnt ihr folgend einsehen:

BKA JPX4 Feststellungsbescheid

JPX4 in Österreich

Im Gegensatz zu Deutschland kann der JPX4 in Österreich prinzipiell völlig legal ab 18 Jahren erworben und auch geführt werden. Eine Waffenbesitzkarte oder Waffenpass ist hier nicht erforderlich. Von Gesetzes wegen würde dies sowohl für die Zivilversion als auch für die Behördenvariante gelten, jedoch hat sich Piexon dazu entschieden den JPX4 mit Laser und Picatinny Schiene ausschließlich an Behörden zu verkaufen. Eine spezielle Laservisierung schein hier jedoch in Planung zu sein.
Der JPX4 CP mit entsprechenden Reizstoffkartuschen ist in zahlreichen Waffengeschäften sowie im Onlineshop unseres Partners erhältlich.

JPX4 in der Schweiz

In der Schweiz unterliegt der JPX4 dem Waffengesetz gemäß Art. 4 Abs. 1 Bst. g, ist jedoch auch auch ohne ein waffenrechtliches Dokument für Privatpersonen erhältlich.
Voraussetzung für den Erwerb ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein dokumentierter Kaufvertrag, für welchen außerdem eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren gilt.
Für das Führen ist jedoch eine Waffentragebewilligung gemäß Art. 27 WG notwendig, für deren Erwerb eine theoretische Prüfung abgelegt werden muss. Einem bereithalten in den eignen 4 Wänden steht dies jedoch natürlich nicht entgegen. Wie auch in Österreich ist in der Schweiz nur die Zivilvariante erhältlich.
Zudem existieren weitere Einschränkungen für ausländische Staatsangehörige. Sofern diese keine Niederlassungsbewilligung besitzen, muss ein Waffenerwerbsschein vorliegen. Für Staatsangehörige aus Albanien, Algerien, Bosnien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Sri Lanka und der Türkei ist ein Erwerb generell ausgeschlossen.

Rechtliche Einordung in weiteren Ländern

Die gesetzliche Einordnung von Pfefferspray in verschiedenen Ländern fällt generell schon sehr unterschiedlich aus. Besondere Vorsicht ist speziell auch beim JPX4 geboten, da hier auf Grund der Art der Reizstoffabgabe noch strengere Gesetze zur Anwendung kommen.
Neben Österreich (ab 18 Jahren) und der Schweiz (mit entsprechenden Einschränkungen) ist das neue Flaggschiff aus dem Hause Piexon nach unserem Kenntnisstand außerdem noch in Italien (ab 16 Jahren) und Frankreich (ab 18 Jahren) legal.
Erkundigt euch vor Reiseantritt jedenfalls über die entsprechende Gesetzeslage und beachtet unsere Informationen zur gesetzlichen Einordnung von Pfeffersprays.

Piexon JPX4 Test Fazit

Wie auch der 2-schüssige JPX Jet Protector ist der JPX4 eine äußerst effektive Pfefferspray Pistole. Auch hier sorgt die patentierte Treibkartuschen-Technologie für eine massive Beschleunigung auf bis zu 650km/h des äußerst potenten Reizstoffes mit einem Schärfegrad von 400.000 Scoville.
Leider hat sich der Hersteller bei diesem Modell dazu entschieden, für den zivilen Markt ausschließlich eine Variante ohne Laservisier verfügbar zu machen. Die pistolenähnliche Bauform sowie die offene Visierung ermöglichen jedoch eine sichere und intuitive Zielerfassung. Durch insgesamt 4 verfügbare Reizstoffladungen, welche unmittelbar hintereinander abgegeben werden können, erhöht sich die Trefferwahrscheinlichkeit im Vergleich zum Vorgängermodell erheblich.
Der JPX4 CP eignet sich nicht nur zur Selbstverteidigung in den eigenen vier Wänden oder zur Bereithaltung im Auto, sondern ist Dank dem optional erhältlichem Holster auch beim Wandern, Camping oder sonstigen Aktivitäten ein geeigneter Begleiter.

Wo kann ich den JPX4 kaufen

Leider ist der JPX4 in seiner derzeitigen Ausgestaltung in Deutschland nicht verfügbar. Im Gegensatz dazu kann der JPX4 in Österreich ab 18. Jahren gekauft und auch geführt werden. Sowohl die Reizstoffkartuschen als auch das Abschussgerät selbst sind sowohl im gut sortierten Waffenhandel und auch bei folgendem Händler online verfügbar. Zu beachten ist, dass der JPX4 ausschließlich nach Österreich und Frankreich versendet wird.
Alternativ ist eine Selbstabholung in Bregenz (Österreich) möglich. Hierfür muss im Zuge des Bestellvorgangs lediglich die Option „Abholung“ ausgewählt werden.

Bewertungsübersicht

Reizstoff / Schärfegrad
Reichweite
Handhabung
Kundenbewertungen

Sehr Gut!


Spezifikationen und Downloads

Spezifikationen und Downloads

Zusammenfassung der wesentlichsten Produktdetails:

  • Wirkstoff: Piexol / Oleoresin Capsicum mit 4 Millionen SHU
  • Witkstoffanteil: 10% Oleoresin Capsicum am gesamten Reizstoff
  • Effektiver Schärfegrad: 400.000 Scoville
  • Roter Farbstoff zur Täteridentifizierung beigemengt
  • Double Action Abzug ohne Sicherung
  • Einzeln auswechselbare Reizstoffkartuschen mit jeweils 9ml Reizstoff
  • 4 Reizstoffladungen unmittelbar hintereinander abfeuerbar
  • Haltbarkeit der Reizstoffkanister – ca. 5 Jahre
  • Reizstoffabgabe mit bis zu 650 km/h
  • Maximale Reichweite ca. 7 Meter
  • Offene Visierung mit Kimme und Korn
  • 2-Finger Pistolengriff
  • Law Enforecement Modell nur ausschließlich für Behörden
  • Beideseitiger Riegelschieber am Kanisterhalter
  • Für Rechts- und Linkshänder uneingeschränkt geeignet
  • Abmessungen ca. 19,2cm x 12,4cm x 4cm
  • Gewicht ca. 570 mit 4 gefüllten Reizstoffkartuschen
  • Temperaturbereich -20°C bis +80°
  • 2 Jahre Herstellergarantie
  • Optionales Zubehör erhältlich

Lieferumfang:

  • JPX4 CP Pfefferspray Pistole
  • 4 Reizstoffkartuschen
  • Bedienungsanleitung

Downloads:

Bedienungsanleitung JPX4 Jet Protector (pdf)