Effektive Selbstverteidigung mit Pfefferspray

PfeffersprayPfefferspray in all seinen Formen und Varianten ist das beliebteste Mittel zur Selbstverteidigung, da es leicht zu Handhaben, äußerst Effektiv und zudem in den meisten europäischen Ländern legal erhältlich erwerbbar ist.
Nicht zuletzt auf Grund zahlreicher Ereignisse der letzten Jahre ist die Nachfrage nach Pfefferspray stark gestiegen – immer mehr Menschen, egal ob Frauen oder Männer, Jung oder Alt – wollen Pfefferspray kaufen um für den Erstfall vorsorgen – mit gutem Recht!
Die Zahl der Angriffe und Belästigungen nimmt leider kontinuierlich zu.
Pfefferspray aber auch andere hier vorgestellte legale „Waffen“ zur Selbstverteidigung wie beispielsweise Elektroschocker oder Kubotan können einen Angreifer im Ernstfall lange genug außer Gefecht setzen um sich in Sicherheit zu bringen und die Polizei oder andere Helfer zu alarmieren.

Pfefferspray – erste Wahl beim Selbstschutz

Basierend auf den durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen der letzten 12 Monate (Stand März 2016) über die Suchmaschine google, lässt sich – wie folgende Grafik veranschaulichen soll – klar erkennen, dass im Bereich der legalen Selbstverteidigungsmittel mit Abstand am häufigsten nach Pfefferspray gesucht wird. Ebenfalls sehr häufig wird nach Schreckschusswaffen und Elektroschocker gesucht.

Pfefferspray 74.000
Schreckschusswaffen 49.500
Elektroschocker 40.500
Teleskopschlagstock 18.100
Kubotan 9.900

Jede dieser „Waffen“ bzw. Mittel zur Selbstverteidigung hat natürliche spezifische Vor- und Nachteile, wobei hier Pfefferspray in der Regel am universellsten einsetzbar ist, und insbesondere als unauffälliger täglicher Begleiter sowie auch bei Freizeitaktivitäten wie Joggen oder Wandern nicht von der Hand zu weisende Vorteile hat.
Zu beachten ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass Pfefferspray in unterschiedlichen Arten und Varianten erhältlich ist, welche wiederum verschiedene Vorteile und Nachteile haben.

Pfefferpray UnterschiedeDie Unterschiede verschiendener Pfeffersprays

Wer einen Pfefferspray kaufen – und diesen im Ernstfall natürlich auch gegen einen Angreifer einsetzen will – sollte sich zunächst über die verschiedenen Arten von Abwehrsprays und deren spezifische Eigenarten und damit verbundenen Vor- und Nachteile informieren.
Pfeffersprays sind in verschiedenen Ausführungen, Größen und Varianten erhältlich, so gibt es neben dem klassischen Varianten in verschiedenen Größen auch Sprays mit Pfeffergel oder Pfefferschaum, Modelle mit beigemischten Farbstoffen zur Angreiferidentifikation oder sogenannte Pfefferspray Pistolen mit besonders hoher „Durchschlagskraft“.
Die Frage nach der besten Pfeffersprayvariante ist nicht pauschal zu beantworten – in unserem Pfefferspray Test nehmen wir zahlreiche Pfeffersprays verschiedener Hersteller genau unter die Lupe und informieren über geeignete Anwendungsbereiche und Eigenheiten der einzelnen Abwehrsprays.

Die relevantesten Unterscheidungskriterien

In unseren Informationen und Testberichten zu verschiedenen Pfefferspray Arten findet ihr sehr ausführliche Erklärungen zu den individuellen Vor- und Nachteilen, Anwendungsbereichen und Eigenheiten bei der Handhabung – dennoch sollen hier die wesentlichsten Unterscheidungsmerkmale kurz erläutert werden.

Pfefferspray Arten

Pfefferspray Arten

Wer an Pfefferspray denkt hat in der Regel zunächst die klassische „Sprühdose“ vor Augen – zwar sind dies wohl die meistverbreiteten Pfeffersprays, jedoch hat sich im Bereich legaler Selbstverteidigungswaffen in den letzten Jahren sehr viel getan und diese Entwicklung betraf auch, nicht zuletzt auf Grund innovativer Unternehmen wie Piexon, ASP oder Mace verschiedene Weiterentwicklungen bei Abwehrsprays.
Prinzipiell lassen sich klassische Pfeffersprays und sogenannte Pfefferspray Pistolen unterscheiden, wobei sich hier wiederum einige Unterschiede, insbesondere in Bezug auf die Bauform ergeben.

Klassischer Pfefferspray

Klassischer Pfefferspray

Pfeffersprays in Dosenform sind dabei, wie der vorangegangenen Abbildung zu entnehmen, in verschiedenen Größen und entsprechenden Füllmengen sowie Ausführungen erhältlich.
Je nachdem für welchen Zweck der Abwehrspray bereitgehalten werden soll sind dabei einige Varianten geeigneter als andere.
So sind manche Sprays beispielsweise mit Gürtelclips ausgestattet, was insbesondere beim Joggen oder Wandern praktisch ist, andere können zugleich als Schlüsselanhänger verwendet werden und finden damit problemlos in jeder Jacken- oder Hosentasche platz. Entsprechende Tipps und Empfehlungen findet ihr natürlich in unseren ausführlichen Testberichten.

Pfefferspray Pistole

Pfefferspray Pistole Varianten

Eine andere besonders beliebte Variante ist die Pfefferspray Pistole, welche oftmals auch als Pfefferpistole bezeichnet wird. Dabei handelt es sich nicht, wie oftmals irrtümlich angenommen, um eine Gaspistole welche den Schreckschusswaffen zugeordnet werden kann, sondern um einen entsprechend als „Tierabwehrspray“ gekennzeichneten Pfefferspray, welcher je nach Modell im Aussehen einer Pistole ähnlich ist.
Im Gegensatz zu Schreckschusswaffen wird für das Führen einer Pfefferspray Pistole auch kein „kleiner Waffenschein“ benötigt. Die wesentlichen Vorteile dieser Variante liegen dabei unter anderem in der intuitiven Handhabung, sowie der hohen „Durchschlagskraft“ einiger Modelle.
So verschießt beispielsweise der JPX Jet Protector aus dem Hause Piexon seine Reizstoffladungen mit bis zu 650km/h, wodurch der Strahl nicht nur äußerst windresistent ist, sondern beispielsweise auch Sturmhauben durchdringt.

Spezielle Ausführungen

Neben den klassischen Pfeffersprays und Pfefferspray Pistolen sind auch verschiedene spezielle Ausführungen erhältlich.
Dabei werden meist mehrere Selbstverteidigungswaffen in einem „Gerät“ kombiniert. Besonders beliebt sind hier beispielsweise Elektroschocker mit integriertem Pfefferspray oder auch Kubotan wie zum Beispiel der ASP Key Defender, welcher zugleich Schlüsselanhänger, Kubotan und Pfefferspray ist. Diese speziellen Ausführungen haben den Vorteil, dass damit auf verschedene Situationen regiert werden kann – beispielsweise die Abwehr eines Angreifers auf Distanz sowie auch bei unmittelbarer Nähe.

Sprühvarianten

Sprühvarianten

Ein weiterer entscheidender Unterschied zwischen Pfeffersprays ist im Sprühverhalten verschiedener Modelle bzw. Ausführungen zu sehen. Hierbei können prinzipiell 2 Varianten unterschieden werden – und zwar Ausführungen mit Sprühnebel oder mit Sprühstrahl. Je nach Art ergeben sich hierbei natürlich verschiedene Vorteile und Nachteile sowie auch mehr oder weniger geeignete „Einsatzbereiche“.

Sprühnebel oder SprühstrahlPfefferspray mit Sprühnebel kann in Bezug auf das Sprühverhalten, vermutlich am besten mit Haarspray verglichen werden. Der Reizstoff wird hierbei also in konischer Form und zerstäubt abgegeben. Der Vorteil von Sprühnebel liegt darin, dass ein Angreifer relativ einfach, ohne große Zielsicherheit getroffen werden kann. Nachteile sind jedoch in einer höheren Windanfälligkeit sowie in einer reduzierten Reichweite zu sehen.

Pfefferspray mit Sprühstrahl weist in Bezug auf Windanfälligkeit und Reichweite hingegen deutliche Vorteile auf, der komprimierte Strahl ist äußerst Windstabil und erreicht je nach Modell gerne mal eine zwei Meter höhere Reichweite als Abwehrspray mit kegelförmigen Sprühnebel. Ein eventueller Nachteil ist hier darin zu sehen, dass eine gewisse Zielsicherheit erforderlich ist. Basierend auf den Ergebnissen der von uns durchgeführten Tests sind wir jedoch der Ansicht, dass die Vorteile dieser Variante überwiegen.

Ob nun Modelle mit Sprühstrahl oder mit Sprühnebel besser geeignet sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Um in einer Notlage bestmöglich reagieren zu können haben viele Hersteller auch sogenannte Testsprays, welche keinen Reizstoff enthalten, im Sortiment.
Dadruch lässt sich das entsprechende Sprühverhalten einfach und völlig gefahrlos testen, wodurch in einer realen Notsituation oftmals schneller und überlegter gehandelt werden kann.

Reizstoff / Wirkstoff

Reizstoff / Wirkstoff

Unter Reizstoff wird prinzipiell die gesamte „Flüssigkeit“ welche in einem Reizstoffsprühgerät enthalten ist verstanden, der Wirkstoff bezeichnet hingegen jene Substanz, welche die gewünschte Wirkung – also hier eine Reizung von Haut, Augen und Atemwegen verursacht.

Angaben zu Reizstoff und WirkstoffBei allen Pfeffersprays kommt hierfür prinzipiell der Wirkstoff Oleoresin Capsicum, kurz OC zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein natürliches in verschiedenen Chillischoten vorkommendes Alkaloid, welches jedoch auch künstlich hergestellt werden kann.
Künstliches OC wird auch als Capsaicin II oder PAVA, welches die Abkürzung für Pelargonsäurevanillylamid ist, bezeichnet.

Je nach Hersteller und Pfefferspray Typ enthält der entsprechende Reizstoff eine unterschiedliche Menge des Wirkstoffes Oleoresin Capsicum, wobei diese Menge in % angegeben wird. Ein weiterer Wert, welcher oftmals angeführt wird, sind die sogenannten Scoville-Einheiten (Scoville Heat Units – SHU), welche den Schärfegrad der verwendeten OC-Lösung angeben.
Auf Basis dieser zwei Werte ergibt sich schließlich ein dritter Wert, die sogenannten Major Capsaicinoids, welche den Anteil von reinem OC angeben. Auf den jeweiligen Etiketten der verschiedenen Modelle werden oftmals unterschiedliche Werte Angegeben – so gibt beispielsweise der Hersteller Red, oftmals ausschließlich den MC-Wert an. Der unserer Ansicht nach aussagekräftigste und nachvollziehbarste Wert ist jedoch der Schärfegrad des gesamten Reizstoffes in Scoville.

In Bezug auf die vorangegangenen Ausführungen kann jedoch gesagt werden, dass alle in unserem Pfefferspray Test vorgestellten Abwehrsprays, unabhängig von eventuellen Abweichungen der Schärfegrade massiv auf Schleimhäute (Augen, Atemwege, Lunge) eines potentiellen Angreifers wirken und sich hieraus – wenn überhaupt – vermutlich nur geringe Unterschiede ergeben.

Ist Pfefferspray legal?

Auch wenn die eigene Sicherheit natürlich an erste Stelle steht möchte sich wohl trotzdem niemand in die Illegalität begeben. Daher stellt sich zunächst die Frage ob Pfefferspray legal ist oder nicht. Dieses Thema wird sehr oft in diversen Internetforen aufgegriffen, wobei hier verschiedenste Theorien aufgestellt werden!
Dabei ist die Gesetzeslage in Deutschland sehr klar. Pfeffersprays welche über den deutschen Handel vertrieben werden (auch online) sind immer als Tierabwehrspray gekennzeichnet und dürfen somit völlig legal erworben, und unter spezifischen Voraussetzungen auch geführt werden.
Da Pfeffersprays mit dieser Kennzeichnung in Deutschland auch nicht unter das Waffengesetz fallen, existiert auch das oftmals erwähnte Mindestalter von 18 Jahren schlichtweg nicht. Alle hier vorgestellten Pfeffersprays weisen natürliche eine Kennzeichnung als Tierabwehrspray auf, und erfüllen damit alle gesetzlichen Anforderungen. Zusammenfassend kann festgehalten werden:

Deutschland: Pfefferspray mit entsprechender Kennzeichnung unterliegt in Deutschland nicht dem Waffengesetz und darf legal erworben und ohne Altersbeschränkung geführt werden.

Österreich: Pfefferspray unterliegt in Österreich dem Waffengesetz, darf aber ab 18 Jahren erworben und auch geführt werden.

Schweiz: Pfefferspray unterliegt in der Schweiz dem Waffengesetz, darf jedoch unter gewissen Einschränkungen ab 18 Jahren erworben und geführt werden.

Wo kann man Pfefferspray kaufen?

Wer Pfefferspray kaufen möchte um sich damit im Ernstfall gegen einen Angreifer zur Wehr setzten zu können hat mehrere Möglichkeiten. Einerseits werden verschiedene Abwehrsprays in Waffengeschäften oder auch Outdoor-Shops verkauft. Während hier zwar eine gewisse Beratung erwartet werden kann, ist die Auswahl jedoch in der Regel sehr überschaubar.
Andererseits können Pfefferprays auch in verschiedenen Onlineshops erworbern werden – die Vorteile liegen hier einerseits in der sehr großen Auswahl, andererseits oftmals auch in besseren Preisen gegenüber dem stationären Handel. Natürlich ist der Onlinevertrieb und der Versand in Deutschland auch völlig legal. Für alle in unserem Pfefferspray Test vorgestellten Modelle stellen wir natürlich eine entsprechende seriöse Bezugsquelle zur Verfügung.

Alternative Selbstverteidigungswaffen

Auch wenn Abwehrsprays verschiedener Arten der wohl beliebtesten Mittel zur Selbstverteidigung darstellen, existieren, wie auch in der Grafik zu den beliebtesten Selbstverteidigungswaffen in Deutschland zu entnehmen, verschiedene weitere legale Möglichkeiten sich vor potentiellen Angriffen zu schützen.
Besonders beliebt sind hier insbesondere auch Schreckschusswaffen, welche mit entsprechenden Gas- oder Pfefferpatronen geladen werden können, oder auch Elektroschocker. Hingegen einiger hartnäckiger Gerüchte sind letztere in Deutschland jedenfalls erlaubt, solange sie eine entsprechende PTB Zulassung aufweisen.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene weitereSelbstverteidigungswaffen die je nach vorgesehenem „Anwendungsbereich“ durchaus ihre Berechtigung haben können:

  • Taschenalarm / Schrillalarm (dient lediglich der Abschreckung)
  • Teleskopschlagstock bzw. Schlagstöcke allgemein
  • Verschiedene Multitools oder spezielle Tools zur Selbstverteidigung
  • Kubotan / Palmsticks (auch als Schlagverstärker bezeichnet)

Es ist zu beachten, dass alle auf dieser Seite vorgestellten Selbstverteidigungswaffen zwar prinzipiell legal sind, es können jedoch verschiedene Einschränkungen in Bezug auf das Führen oder möglichen Varianten der des entsprechenden Selbstverteidigungsmittel bestehen. Diesbezügliche Informationen werden natürlich in den jeweiligen Testberichten und Informationsseiten zur Verfügung gestellt.